Achtsamkeit hört nicht am Meditationskissen auf. Sie wird konkret, wo Menschen arbeiten, erziehen, streiten, konsumieren und Entscheidungen treffen, und genau dort wird sie unbequem. „Die Verbindung von Achtsamkeit und Nachhaltigkeit erinnert uns daran, dass persönliche Lebensgestaltung auch immer Weltgestaltung ist.”
Diese 226 Zitate aus moment by moment sind der gesellschaftliche Teil unseres Archivs: Achtsamkeit in Schule und Erziehung, in Führung und Arbeitswelt, in Medizin und Forschung, in Natur- und Klimafragen. Es sind die Sätze, die über das Persönliche hinausgehen: von Neurowissenschaftlerinnen, Pädagogen, Ärzten, Philosophinnen und Aktivistinnen, die mit unserer Redaktion gesprochen haben.
Vom Kissen in die Welt
Der häufigste Einwand gegen Achtsamkeit lautet, sie mache Menschen still, wo sie laut werden müssten, ein Beruhigungsmittel für ein System, das Widerspruch verdient. Mehrere der hier zitierten Fachleute nehmen diesen Einwand ernst und drehen ihn um: „Die Fähigkeit, innezuhalten und zu fühlen, kann in einem System, das unsere Aufmerksamkeit zu Geld macht, politisch transformativ wirken.”
Ein zweiter Strang dreht sich um Kinder und Jugendliche: um Leistungsdruck, Fremdbestimmung und die Frage, was Schule eigentlich leisten sollte. „Schule ist dazu da, das Gelingen zu organisieren, und nicht, das Misslingen zu dokumentieren.”
226 Zitate zu Achtsamkeit in Alltag, Arbeit und Gesellschaft
Um die Macht unausgesprochener Spielregeln zu überwinden, ist es notwendig, die unbewussten Prozesse zu bemerken. Doch wer schaut schon gerne dorthin, wo die Angst regiert und das eigene Selbstbild nicht gerade heroisch ist.
Die Angst sitzt sehr tief, und sie ist generell der Grund, warum sich Menschen in Gruppen anpassen. Wenn sie den konfliktvermeidenden Umgang miteinander verändern wollen, muss jeder, der ein kritisches Anliegen hat, wach werden für die innere Stimme, die sagt: „Halt dich zurück! Mach keinen Stress!
Kinder, wenn man sie denn wirklich Kind sein lässt, sind das genaue Gegenteil der Mächtigen: verbunden mit der Welt, den Dingen der Welt, den Menschen und Tieren, der Natur und auch mit sich selbst.
Zukunft kann dann gelingen, wenn wir die jungen Menschen in die gesellschaftlich relevanten Gestaltungsprozesse einbeziehen. Und das auf Augenhöhe und mit absolutem Ernst.
Wer bringt einem das bei: politisch laut zu werden, mitzureden, Sachen nicht hinzunehmen? Das ist eine gesellschaftliche Tugend, die ein Stück weit verloren gegangen ist.
Frauen sind eher bereit, zu teilen. Ich glaube, dass mehr oder weniger alle Frauen mit dem Instinkt, zu schützen und zu bewahren, ausgestattet sind.
Gewaltlosigkeit bedeutet nicht, zuzulassen, dass andere auf einem herumtrampeln. Im Gegenteil, die Wahrheit auszusprechen, ist die erste Tat in einem gewaltfreien Kampf.
Konservative Schätzungen gehen von einer weiteren Zivilisation in unserer Galaxis aus, die zeitgleich mit der unseren existiert, optimistische Berechnungen von bis zu 100 Zivilisationen.
Kinder sind wie kleine Buddhas, die uns zeigen, wo wir Fehler begehen und wunde Punkte haben. Sie geben uns die Chance, mit ihnen (gemeinsam) zu wachsen.
Wir können mit Kindern neue Wege gehen, wenn wir sie als eigenständige und einzigartige Menschen annehmen und respektieren.
Die sich ständig beschleunigende technologische Entwicklung wird dazu führen, dass sich die meisten Kinder von heute im Laufe ihres Lebens immer wieder neu erfinden werden müssen.
Jeder achtsame Kontakt mit der Natur ist ein Blind Date – mit uns, aber über die Begegnung mit der Natur. Die Natur macht es uns leicht, so zu sein, wie wir sind. Nehmen wir uns also auch in der Natur so, wie wir sind …
Denn auch wenn Harari nicht an einen uns gegebenen Sinn des Lebens glaubt, so ist er sich doch vollkommen im Klaren darüber, dass wir heute an einer Schwelle stehen, an der wir – wenn wir die Wahl haben wollen – entscheiden müssen, wie sich unsere Spezies in Zukunft entwickeln wird.
Viele unserer größten Errungenschaften, die gerne dem menschlichen Verstand zugeschrieben werden, gehen tatsächlich auf Träume zurück.
Die Lachse navigieren bei der Rückkehr in ihren Heimatfluss mit einer Kombination der magnetischen Daten und des spezifischen „Geruchs“, das heißt der einzigartigen Zusammensetzung des Wassers, in dem sie einst geschlüpft sind.
Wir tragen unsere Emotionen offen im Gesicht, selbst wenn wir sie gerne verbergen würden.
Auch viele globale Probleme haben ihre Wurzeln in den tief in unseren Gehirnen verankerten Alltagsgewohnheiten. Diese steuern unser Verhalten und machen das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen oder ein Umdenken in Sachen Klima auf individueller wie kollektiver Ebene so schwer.
Auch in Schweden, den Niederlanden und sechs weiteren Ländern, darunter seit einem Jahr Frankreich, üben sich Abgeordnete in Achtsamkeit.
Weil die Natur es vermag, uns aus unserem gewohnten Kontext herauszunehmen, lässt sich in ihr lernen, flexibel neuartigen und attraktiven Mustern zu folgen.
Wir sind in einem Kampfmodus gelandet, in dem wir uns abgeschnitten haben von unserer weiblichen Kraft, die nach anderen Gesetzen funktioniert als das männliche Prinzip.
Es geht nicht darum, Frauen als die besseren Menschen zu feiern, sondern das Weibliche, das auf unserem Planeten lange mit Füßen getreten wurde, wieder wertzuschätzen. Dieser Wandel kann nur in den Frauen beginnen.
Weil viele Ärzte auf die typisch männlichen Symptome fixiert sind, haben Frauen ein 50 Prozent höheres Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben.
Inzwischen weiß man, dass Menschen, die mit Traumatisierten arbeiten, selbst eine stellvertretende Traumatisierung erleben können.
Der Gedanke liegt nahe, dass es günstig wäre, unseren Kindern ihr natürliches Tempo gar nicht erst abzugewöhnen.
Indem wir der Welt unsere Achtsamkeit und unser Mitgefühl entgegenbringen, leisten wir einen Beitrag zu der friedlichen Gesellschaft, nach der wir uns alle sehnen.
Leroma ist eine B2B-Plattform für Einkäufer von Lebensmittelrohstoffen und schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Einerseits wird der Einkauf effizienter, und gleichzeitig ist man nachhaltig und rettet Rohstoffe, egal ob man sie anbietet oder einkauft.
Lernen ist ein existenzielles Bedürfnis, das sich ohne Druck und Zwang am besten zeigt.
Wenn Kinder in der frühen Kindheit ein feinfühliges Eingehen auf ihre Bedürfnisse erleben, wenn sie ein hohes Vertrauen entwickeln können, dass ihnen ihre Bindungsperson zur Verfügung steht, und so eine verlässliche und sichere Bindung aufbauen können, fördert das ihre Resilienz sehr.
Das Wichtigste, was ich meinen Kindern mit auf den Weg geben möchte, ist etwas ganz Banales, nämlich dass man sich in vielen Sachen viel mehr Stress macht, als nötig ist.
Man verpulvert sehr viel Energie damit, dass man sich Gedanken macht und Männer überzeugt, dass man einen Platz bekommt und berücksichtigt wird. Ich habe mich irgendwann einfach umorientiert auf Frauen. Ich hatte Frauen bis dahin tendenziell eher als Konkurrenz wahrgenommen. Es geht darum, das abzulegen.
Kinder lernen schnell. Mehr Waffen auf der einen Seite führen zu mehr Waffen auf der anderen Seite – und mehr Waffen auf einer dritten Seite, womit sie gar nicht gerechnet hatten.
Für viele Jugendliche ist es, als ob sie eine ganz neue Sprache, eine ganz neue Umgangsform erlernen würden.
Wir wissen mittlerweile sehr gut, dass psychische Komponenten wie Stress oder schlechte Stimmungen auch vom Darm abhängen können. Andersherum kann man die eigene Stimmung offenbar auch durch eine bewusste Darmpflege positiv beeinflussen. Wenn man den Darm gut behandelt, bedankt sich der ganze Körper dafür.
Die Verbindung von Achtsamkeit und Nachhaltigkeit erinnert uns daran, dass persönliche Lebensgestaltung auch immer Weltgestaltung ist.
Noch ist keineswegs ausgemacht, ob es wirklich immer mehr in Richtung achtsame Gesellschaft geht.
Für David Loy sind die Bodhisattvas unserer Zeit Ökosattvas, die sich auf den Weg machen, gemeinschaftlich handlungsstark, gelassen, mitfühlend und vertrauensvoll der gegenwärtigen Klimakatastrophe zu begegnen.
In allen Studien waren die Jungen sehr zufrieden, dann ging es bergab, bis in der Lebensmitte der Tiefpunkt erreicht war, bei den Europäern mit 47 Jahren. Danach stieg die Zufriedenheit auf das Niveau der Jugendzeit an, auch wenn die Gesundheit sich verschlechterte.
Zugleich ruht die Haltung der Achtsamkeit auf einem ethischen Fundament, das den Einzelnen in steter Verbindung mit dem Anderen begreift. Besser: Die Haltung der Achtsamkeit ruht auf einem ethischen Fundament, das den Einzelnen in steter Verbindung mit dem Anderen begreift.
Wir machen uns selten klar, wie hart Kinder und Jugendliche oft mit sich ins Gericht gehen, wie Leistungsdruck und diffuse Ängste Spannungen erzeugen.
Das große Potenzial von Achtsamkeit ist, dass es ein vom materiellen Konsum unabhängiges Wohlbefinden stärkt.
Kinder besitzen einen siebten Sinn für die Gefühlswelt von uns Erwachsenen. Sie spüren, ob wir authentisch und zugewandt sind. Ob wir mit dem Herzen lieben oder ob wir sie nach unserem Bild formen wollen.
Es gibt keine höhere Aufgabe für uns Menschen als Menschlichkeit.
Vertrauen – statt Furcht – ist die Grundhaltung für Vernetzung. Wir müssen uns bewusst sein, dass wir ein Netzwerk von Netzwerken bauen wollen, um wirklich der Zukunft zu dienen.
Alles beginnt mit unserer persönlichen Art, zu arbeiten, zu konsumieren oder mit Geld umzugehen.
Ich erlebe Frauen in Führung oft empathischer und kooperativer als Männer. Das ist vielleicht auch das Erfolgsrezept bei Ameisen.
Alle Kinder, mit denen ich je gearbeitet habe, waren neugierig, und die meisten Kinder, die in den Körpern Erwachsener leben, sind es auch, aber möglicherweise musst du ein paar Versuche starten, bevor sie diesen Impuls zur Neugier in sich wecken können.
Was wir jetzt brauchen, ist Diversität, Vielfalt. Jeder hat etwas beizutragen, alle Geschlechtsidentitäten, indigene Menschen und solche Wesenheiten wie Flüsse, Bäume oder Berge.
Wenn auch nur wenige von uns, eine kleine Gemeinschaft, es auf sich nehmen würde, ihr Leben so zu leben, dass es ihren Familien, ihrer Nachbarschaft, ihren Städten und sogar der Erde selbst hilft, würde etwas Gutes geschehen.
Dieses ganze Chaos, in dem die Menschheit steckt – die Tatsache, dass wir uns nicht um den Planeten kümmern und nicht umeinander, all das kommt eigentlich vom Weglaufen.
Menschen sind nicht unsere Feinde. Es sind Diskriminierung, Diktatur, Gier, Hass und Gewalt.
Wir erklären viel zu viel.Dann weiß man es, aber kann es nicht fühlen. Reif im Kopf, aber unreif in den Gefühlen – das ist ein Problem des modernen Lebens.
Wir müssen uns rasch von einer an Dingen orientierten zu einer an Menschen orientierten Gesellschaft verändern. Wenn Maschinen und Computer, Gewinnabsichten und Eigentumsrechte als wichtiger denn Menschen gelten, kann die Dreiheit aus Rassismus, Materialismus und Militarismus nicht überwunden werden.
Kinder sind die Entscheidungsträger von morgen. Sie sollten lernen, wie sie zusammenarbeiten können, damit sie nicht von dem, was in der Welt passiert, überwältigt werden und gemeinsam zu mehr innovativen und mitfühlenden Lösungen gelangen.
Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit schließen einander nicht aus. Im Gegenteil: Ich mache die Erfahrung, dass Teams und Organisationen sich weiterentwickeln und produktiver sind, wenn sie sich öfter mal fragen: Wie können wir fair und respektvoll zusammenarbeiten?
Immer mehr Menschen haben den Anspruch, professionell erfolgreich und gleichzeitig authentisch zu sein – ein verständlicher Wunsch, der in vielen Fällen jedoch illusionär ist.
Das Ziel, eine Gehaltserhöhung zu erreichen, kann das Motiv für besondere Anstrengungen bei der beruflichen Tätigkeit sein. Verwechselt man es mit dem Sinn, fällt mit Erreichen des Zieles Gehaltserhöhung der vermeintliche Sinn weg.
Führung ist vor allem dann wichtig, wenn sich Rahmenbedingungen ändern, Ziele nicht richtig verstanden oder aus den Augen verloren werden.
Gute Führung braucht Offenheit, Mut und Willen: Offenheit für Situationen und Menschen, Mut, sich auf neue Ideen einzulassen und neue Wege zu gehen, und den Willen, zu gestalten, andere mitzunehmen und sich den gegebenen Umständen anzupassen.
Widerstand ist oft eine Einladung zur unbewussten Weisheit der Gruppe, der Zugang zu einer besseren, gemeinsam getragenen Lösung.
Wann immer wir wirklich unserer Leidenschaft folgen, sind wir ohne äußeren Grund motiviert und können in der Regel viele Stunden ohne Unterbrechung arbeiten.
Fülle ist das Ziel. Wenn ich mit Klientinnen und Klienten über Erfüllung im Beruf rede, dann fangen die Augen an zu leuchten.
Männer haben heute das Bedürfnis, nicht mehr nur als Ernährer, sondern auch als Erzieher und Begleiter ihrer Kinder wahrgenommen zu werden – und das von Anfang an.
Jeder Einzelne sollte sich fragen: Was ist mein Bild von Armut? Wie nehme ich sie wahr? Betrifft sie mich auch? Schaue ich an der falschen Stelle weg oder übernehme ich ein pauschales Narrativ? Wie kann ich ein positives Menschenbild fördern und dadurch zur Verbesserung beitragen?
Die Geburt ist eine Geburt und keine Krankheit.
Das Essen der Eltern in der Kindheit, das ist Heimat. Und selbst wenn man nichts anderes von deren Kultur mitbekommen hat, das Essen haben wir alle.
Ich habe nicht wirklich eine Heimat. Ich fühle mich nicht als Italienerin oder dass Deutschland oder Peru meine Heimat wäre. Da wo meine Familie ist, da ist meine Heimat.
Bewegung, Wandel, Licht, Wachstum und Verfall sind das Lebenselixier der Natur, die Energien, die ich mit meiner Arbeit zu erschließen versuche.
Wir müssen uns von der leider immer noch gängigen Vorstellung von der Natur verabschieden, dass wir Menschen irgendwie unabhängig von ihr existieren.
Wir können Kindern nicht nur das beibringen, was wir bereits wissen; wir müssen ihnen zeigen, wie sie bislang Unbekanntes erkennen.
Schule ist dazu da, das Gelingen zu organisieren, und nicht, das Misslingen zu dokumentieren.
Man hat immer wieder versucht, Sachen über die Schulkonferenz zu verbieten – und immer, wenn etwas verboten werden sollte, habe ich einen Preis gekriegt.
In Bildung für nachhaltige Entwicklung 2030 und in der Berliner Erklärung wird von transformativer Bildung gesprochen. In der Erklärung steht zudem: Transformatives Lernen ist überlebensnotwendig.
Man muss sich Auseinandersetzungen stellen, sonst erreicht man nichts.
Damit wird auch klar, dass es zwei Großbaustellen in der Demokratie gibt: Die eine ist die Lösung sozialer Probleme und die zweite die Abschaffung von Herrschaft. Um sie abzuschaffen, braucht es mehr Demokratie.
Tut alles, was ihr könnt, um für das Richtige einzutreten, um euch dem in den Weg zu stellen, was Schmerz verursacht, und vergesst nicht, Spaß dabei zu haben.
Es gibt eine Menge Dinge, die ihr tun könnt: mittels Kunst oder politisch, es kann im Wald sein oder indem ihr eure Kinder auf außergewöhnliche Weise erzieht oder ein Netzwerk aufbaut, das sich um andere Menschen kümmert. Meditieren bedeutet, still zu werden und zuzuhören – und dann eine Möglichkeit auszuwählen.
Zeiten wie diese verlangen Zivilcourage von dir. Sie verlangen, dass du deine Augen und dein Herz offen hältst. Das ist nicht einfach, aber die Dinge sind nicht einfach. Wir sind nicht hier, um eine Aufgabenliste abzuhaken. Wir sind Teil eines viel größeren Geheimnisses. Und dieses Geheimnis lädt uns ein, einen Schritt zurückzutreten und uns daran zu erinnern, wer wir wirklich sind, nämlich Bewusstsein oder Liebe.
Es [Achtsamkeitspraxis] ist der Weg, um zu erkennen, wie wir weise Entscheidungen treffen, die das Wohl auf globaler Ebene mehren und das Potenzial zu Gewalt und Leid, zu dem wir als sehr, sehr intelligente, aber auch sehr, sehr unbewusste Spezies fähig sind, minimieren.
Wir Menschen müssen zusammenarbeiten. Man könnte sogar sagen, dass es im Augenblick unsere karmische Aufgabe in Verbindung mit der Achtsamkeit ist, auf planetarischer Ebene aufzuwachen.
Wir müssen uns den Krisen gemeinsam stellen und auf der Grundlage von Freundlichkeit, Mitgefühl und Weisheit angemessen handeln.
Solange wir uns selbst nicht von innen heraus verstehen, können wir auch nicht effektiv in Systeme eingreifen und sie bewusst mitgestalten.
Wenn der Einzelne sich bemüht, kann sich die Welt ändern, denn ihre Grundlage sind Individuen. Hör daher auf deine innere Stimme, deine Kraft, deine Leistungsfähigkeit, dein Wissen, deine Liebe und dein Mitgefühl. Versuch, die Welt zu verändern! Beginn bei dir!
Bewusst und entschieden bejahen nur jene Menschen Verantwortung, die bereit sind, eine Führungsaufgabe zu übernehmen. Dabei muss nicht eigens betont werden, dass die wichtigste und zentralste Leitungsaufgabe unser eigenes Leben betrifft: Die Kunst des Führens beginnt bei uns selbst.
Nachdem ich einige Erfahrungen mit Halluzinogenen gesammelt hatte, war ich voller Ehrfurcht und fühlte eine starke Verbundenheit mit den Bäumen und der Natur. Dieses Gefühl hat mich nie ganz verlassen.
Das wöchentliche Team-Meeting, durch die Wiederholung anfangs nur eine Routine, kann Elemente eines Rituals bekommen, z.B. „Ankommen und Durchatmen“, eine dreiminütige Meditation im Schweigen.
Es gibt Studien, die zeigen, dass, wenn dein Arzt oder deine Ärztin sagt, du bist krank, du dich als krank wahrnimmst, dein Körper sich dadurch auch in diese Richtung verändert. Es geht also sehr viel um Beziehung.
Wir brauchen ein neues Paradigma, das auf Mitgefühl, Zuwendung und Dialog beruht.
Wir sollten der Klugheit und Weisheit der jungen Menschen, aber auch ihren Beobachtungen mehr Raum geben. Sie einfach mehr schätzen und sie nicht so unterschätzen.
Es geht darum, das Bewusstsein bei den jungen Menschen zu stärken, die Autorität, der Autor des eigenen Lebens zu sein. Junge Menschen sollten nicht mundtot gemacht werden, sondern von Anbeginn die Möglichkeit haben, zu partizipieren.
Einsamkeit sehe ich als eine der Krankheiten der Moderne, ähnlich wie Schlafstörungen. Ich halte beides für Phänomene, die für uns heute so relevant sind, weil wir uns so ausschließlich mit dem individualisierten, dem getrennten Ich identifiziert haben.
Wir meinen, dass kleine Taten nichts bedeuten, aber wenn sich genügend Menschen dafür einsetzen, die Schwächeren zu schützen oder hier und dort einen kleinen Unterschied zu machen, macht mit der Zeit genau das den Unterschied.
Wenn wir in unserem Arbeitsbereich neue kreative Wege gehen wollen, müssen wir aus dem Bekannten aussteigen können.
Ich hatte die Rätsel des Gehirns erkundet – es war Zeit, genauso viel akademische Gründlichkeit und wissenschaftlichen Ehrgeiz auf die Erkundung des Herzens zu verwenden.
Das Entscheidende am kulturellen Leben ist das synchronisierte Erleben und Handeln, das zwischenmenschliche Sharing. Indem wir dieses Sharing erleben, vollzieht sich Empathie.
Klimafreundliches Verhalten kann sich nachhaltig nur über eine Wiederentdeckung unserer Liebe zur Natur einstellen.
Erziehung ist ein Prozess, in dem beide Seiten wachsen und dazulernen – die Eltern und die Kinder.
Kinder einfach Kinder sein lassen – auch das ist eine Form der Achtsamkeit.
Der Gehirnmechanismus, mit dem wir zu überleben gelernt haben, hat uns inzwischen Gewohnheiten beschert, die uns umbringen.
Natürlich wissen wir, dass wir keinen Sechsmonatsvorrat an Toilettenpapier brauchen, aber wenn sich die Packungen in den Einkaufswägen anderer stapeln, infizieren sie uns leicht mit ihrer Angst, und wir schalten in den Überlebensmodus.
Viele der Gehirnareale, die man im Wachzustand benötigt, sind auch beim Träumen aktiv, z.B. Gefühlszentren, Sprachzentren oder motorische Zentren, d.h., fast das ganze Gehirn ist auch am Träumen beteiligt.
Normalerweise ist es so, dass die Träume das widerspiegeln, was einen aktuell beschäftigt. Wenn man jeden Tag was Neues erlebt, dann sind auch die Träume kreativ und verändern sich von Nacht zu Nacht.
Ich weiß nicht, ob wir unser Bewusstsein jemals entschlüsseln werden, aber ich bin mir sicher, der Code liegt im wissenschaftlichen Begreifen des Körpers als Einheit und keinesfalls nur im Gehirn.
Das Herz ist ein biologischer Prozessor von Liebe, nicht der Container. Ebenso wenig ist das Gehirn der Container von Bewusstsein oder Intelligenz, sondern ein wesentliches Glied im Entstehungsprozess dieser Dimensionen.
Obwohl unser Gehirn nur zwei Prozent des Körpergewichts ausmacht, erhält es 15 Prozent und mehr des verfügbaren Blutes. Menschen brauchen nicht nur Energie in den Gehirnzellen, um ihre Ideen umzusetzen, sondern auch die Inspiration dazu, den zündenden Funken, durch den die Idee entsteht.
Wir brauchen die Auseinandersetzung mit Herausforderungen, auch mit Dingen, an denen wir knabbern müssen. Wir brauchen auch Streitgespräche mit anderen Menschen und Zustände der Unruhe, weil das Entwicklungsmomente sind.
Wenn wir das Dreieck Mensch–Tier–Ökosystem unter Gesundheitsgesichtspunkten betrachten, gelangen wir sofort zum Begriff One Health, der meint, dass Mensch, Tier und Ökosystem miteinander Zusammenhängen und eigentlich im Sinne einer komplexen Balance zusammengedacht werden müssen.
Jede Frau, die für ihre Rechte eintritt, verändert die Welt.
Es geht nicht darum, dass jemand noch schneller im Hamsterrad ist und den Stress „wegmeditiert“.
Das Programm Search Inside Yourself (SIY) adressiert ein paar zentrale Punkte, die in unserer Arbeitswelt notwendig sind. Achtsamkeit ist etwas, das den Mitarbeitern hilft, ihr Engagement, ihre Selbstwahrnehmung, ihre Flexibilität in Zeiten des Wandels zu steigern, das Selbst zu stärken.
Bevor auf einmal Maschinen das Zepter übernehmen, sollten wir klarstellen, was uns Menschen ausmacht.
Die Art von Erfahrungen, für die die Eltern sorgen, formt unmittelbar die Art und Weise, wie sich das Gehirn die gesamte Lebenszeit über entwickeln wird.
Studien zeigen, dass in der Adoleszenz vier große Veränderungen vor sich gehen: ein emotionaler Funke, soziales Engagement, die Suche nach Neuem und kreatives Erkunden.
Social Distancing ist meiner Ansicht nach eine sehr unglückliche Wortwahl für körperliche Distanz. Denn in der heutigen Welt können wir sozial verbunden bleiben und dabei dennoch körperlich Abstand halten.
Gesundheit wird vermeintlich objektiviert und nach außen verlagert, und ich als einzelner Mensch habe keine Chance, ich liefere nur meine Werte, und dann sagt jemand anders, ob ich gesund bin oder nicht.
Gehirn und Geist sind untrennbar, sie sind eins. Sie bestehen aus der gleichen Substanz. Selbst das Bewusstsein ist letztlich Körper, ist Gehirn. Und über diese Verbindung entsteht ein therapeutischer Ansatz zur Beeinflussung der Gesundheit, körperlich und geistig – und zwar in beide Richtungen.
Ein Bein sind die Medikamente. Ein weiteres sind die medizinischen Prozeduren wie Operationen, Diagnostik oder Anwendungen. Das dritte Bein ist die Selbsthilfe.
Jetzt wissen wir, dass nie nur eine Gehirnregion allein etwas tut. Wenn unser Gehirn arbeitet, bedeutet das eine Koordination, die es buchstäblich in seiner Gesamtheit umfasst. Gruppen von Gehirnarealen stimmen ihre Aktivität ab – und diese koordinierten Areale nennen wir Netzwerke.
Es ist jetzt in der Pandemie für viele Menschen, die nicht schon eine Achtsamkeitspraxis haben, extrem qualvoll, dass sie plötzlich sozial isoliert sind, nirgends mehr hingehen können und sehr viel Zeit allein verbringen müssen.
Je länger ich Traumata untersuche, umso klarer wird mir, dass sie zwar ein persönliches Erleben sind, aber dass es stets soziale Bedingungen gibt, die das Erleben dieses überwältigenden Ereignisses beeinflussen.
In einer Weltsicht, der es einzig um die Erfüllung materieller Bedürfnisse geht, ist es schwer, wirkliche Erfüllung zu finden.
Das Einzige, was wir wirklich tun müssen, ist, unsere Grundhaltung gegenüber dem Kind zu ändern und es zu lieben mit einer Liebe, die an seine Personalität glaubt.
Es beginnt wirklich mit den Erwachsenen. Das ist eigentlich der Grund, warum ich mich entschlossen habe, mit den Lehrern zu arbeiten, statt einen Lehrplan aufzustellen: Die Lehrer sind der Lehrplan.
Die Körpersprache kommt aus dem Gefühl, sie drückt keine Sachinhalte aus. Es sind die Gefühle, die uns bewegen. Deshalb spreche ich von Emotionen, was von dem Wort motion, Bewegung, kommt.
In allen Angelegenheiten ist es eine gesunde Sache, Dinge, die man längst für selbstverständlich gehalten hat, hin und wieder mit einem Fragezeichen zu versehen.
Es wäre höchste Zeit, dass alle für Bildung und Ausbildung verantwortlichen Politiker und Manager, darüber hinaus aber auch alle anderen, die sich im privaten und öffentlichen Leben für mentale und emotionale Hygiene verantwortlich fühlen, begreifen, dass das systematische Üben von Achtsamkeit eine natürliche Praxis ist, die fast allen Menschen, vom Kind bis zum Sterbenden, zugutekommen kann.
Das eigentliche Problem besteht darin, dass sich das neue „Wir der Achtsamen“ vor allem auf eine Popularisierung der Erforschung von Meditation gründet.
Kein Reich hat ewig bestanden, selbst China nicht. Reiche gehen unter. Nicht zuletzt, weil es eine unüberwindbare Wahrheit gibt, die alle Macht infrage stellt: die Wahrheit, dass auch der Mächtigste stirbt.
Die Unsicherheit ist derart gewachsen, dass wir nach einer hysterischen Phase der Fakes nun beinahe nahtlos einer Ideologie der Facts huldigen und dabei vergessen, dass auch Wissenschaften in sich vielstimmig sind.
Damit überhaupt kompetent von Lust gesprochen werden kann, muss sie, statt verboten und verdrängt zu werden, im Gegenteil bewusst wahrgenommen werden.
Was mich daran [dem starken Bedürfnis nach Krimis und Thrillern] immer wieder erstaunt, ist, dass man heute wissen kann, dass sich all das, was in den Gewaltfiktionen passiert, wirklich alles, und sei es in den abgedrehtesten Romanen oder Filmen, irgendwo ereignet hat oder dadurch, dass nun die Fiktion in die Wirklichkeit getreten ist, passieren wird, einfach weil es jemand ausprobiert.
Jedes System ist ein Teil des Außen eines anderen und muss kontinuierlich lernen, mit jenen umzugehen, die auf es einwirken und es verändern. Denn nur die Veränderung ist konstant.
Tatsächlich tritt an die Stelle der Hardware der Wirklichkeit zunehmend die ebenso wirksame, unsichtbar im Hintergrund arbeitende Software. Das Programmieren ist an die Stelle des Handwerks getreten.
Pioniere sind hoch konzentriert, entschlossen und frei in ihren Gedanken oder in ihrem Handeln auf eine Weise, die vielen, die nicht aufbrechen, um Neues zu entdecken, Angst macht.
Persönlicher Verzicht ist zwar eine unausweichliche, aber keine hinreichende Bedingung, um die grundlegenden Transformationen verwirklichen zu können, mit denen wir konfrontiert sind.
Wir haben die Dinge schleifen lassen, haben zu wenig Druck und zu wenig Rabatz gemacht. Wir waren auf alternativloses Weitermachen programmiert.
Heute geht man davon aus, dass die Notwendigkeit und Fähigkeit, in Gemeinschaften miteinander zu kooperieren, der Hauptmotor für die erstaunliche Gehirnentwicklung bei Menschenaffen und schließlich bei unserer Spezies war.
Vieles spricht dafür, dass sich die Wirklichkeit samt all unserer unterschiedlichen Perspektiven auf sie nur dann kohärent denken lässt, wenn man sie als co-kreatives Netzwerk sieht.
Wirksame Befreiung ist ein hartes Geschäft, das selten auf Anhieb gelingt oder Anerkennung erfährt. Ohne aktives Bemühen bleibt die reiheit nicht erhalten, weshalb auch die beste Verfassung gelebt und umgesetzt werden muss.
Die Freiheit, frei zu sein, bedeutet zuallererst, nicht nur von Furcht, sondern auch von Not frei zu sein.
Individuelle Wahlfreiheit wird leicht mit echter Freiheit verwechselt. Wirkliche Freiheit verlangt, dass wir unser Denken und unsere Lebensweise kritisch mit dem Lebe der anderen abgleichen – aktiv, wach und selbstreflexiv.
Der schlechteste Weg, den man wählen kann, ist der, keinen zu wählen. Nicht Fehlentscheidungen, sondern fehlende Entscheidungen machen uns unglücklich.
Frei zu sein, bedeutet nicht nur, seine eigenen Fesseln zu lösen, sondern ein Leben zu führen, das auch die Freiheit anderer respektiert und fördert.
Es scheint immer unmöglich, bis es getan ist.
Es könnte sogar sein, dass die wirklichen Probleme der Zeit sich in ihrer wahren Gestalt erst zeigen werden, wenn die totalitären Diktaturen eine Sache der Vergangenheit geworden sind.
Sobald ein Kind bewusst wahrnehmen kann, wie die Gedanken sich im Kreis drehen und wie gestresst es ist, verändert das die Welt von heute auf morgen dramatisch.
Indem wir Jugendlichen diese Fähigkeiten der Reflexion [ihrer selbst gewahr zu sein, also des Gefühls in ihrem Körper, ihrer Gedanken, Emotionen, Erinnerungen, Reaktionen] vermitteln, sodass sie das Wesen von dem, was grade vor sich geht, erkennen, können wir ihnen Intuition und Weisheit zugänglich machen.
Es ist ein Unterschied, ob man Lust auf Sex hat oder Lust auf den Partner. Das Zwischenmenschliche macht Begehren zu etwas Persönlichem.
Die meisten von uns sind im Bett viel besser, wenn sie älter sind, als sie es mit 20 waren und sich Gedanken darüber machten, was die anderen von ihnen hielten.
Ich glaube, Menschen fällt es schwer, Sex zu haben, solange sie vor sich und anderen verbergen, wer sie wirklich sind. Das nicht zu tun, ist die Domäne der Erwachsenen.
Wenn man ständig an einem Computer oder vor einem Bildschirm sitzt, verpasst man etwas, das ziemlich spektakulär ist: die reale Welt.
Ein wichtiger Tipp: Schau, wer sich in dir meldet, und schau, ob es ratsam ist, dass du als Chef das Anliegen übernimmst und es zu deiner Sache machst.
Es dreht sich im Grunde um die Aussage: Wir schützen, was wir lieben. Wir lieben, wenn wir eine echte Beziehung zu etwas haben. Dafür ist Kontakt, Intimität, Verbindung, Sicheinlassen, Bewusstheit nötig. Das alles passiert, wenn wir draußen in der Natur in diesem kontemplativen Gewahrsein sind.
Wir wissen, dass die achtsamkeitsbasierten Verfahren extremes Potenzial haben, was mentale Gesundheit angeht.
In England ist MBCT ein Richtlinienverfahren für die Prophylaxe von Rückfällen bei Personen mit mehr als drei vorherigen Episoden. Es gibt gute Evidenz, dass das Verfahren besser ist als die Routinebehandlung.
Ich denke, ganz wichtig ist für Personen, die unter Depressionen leiden, oder für Angehörige zu sehen: Es gibt Hilfe. Besser: Für Personen, die unter Depressionen leiden, oder für Angehörige ist es ganz wichtig zu sehen: Es gibt Hilfe.
Jeder Mensch ist wichtig. Er trägt mit seinen Gedanken und seinem Tun zum Geschehen in der Welt bei, ob die Dinge sich zum Guten wenden oder nicht. Besser: Jeder Mensch ist wichtig. Er trägt mit seinen Gedanken und seinem Tun zum Geschehen in der Welt bei und dazu, ob die Dinge sich zum Guten wenden oder nicht.
Wird die Energie nicht entladen, hat das eine positive Wirkung auf das Immunsystem, die Kreativität und die Verbindung zwischen den beiden Partnern.
Wir können Wut empfinden, die sich nicht gut anfühlt, aber überaus hilfreich ist, etwa, wenn uns der Zustand der Welt wütend macht. Es ist also sehr wichtig, dass wir uns nicht auf ein gutes Gefühl versteifen.
Die Erwachsenen haben mehr Macht und daher auch die Verantwortung für die Qualität der Beziehung.
Perfekte Eltern wären nicht menschlich. Der Druck auf die Kinder wäre viel zu hoch.
Eltern können schauen, was sie eigentlich selbst gerade brauchen, bevor sie ihre Ängste unbewusst auf das Kind projizieren. Teenager brauchen Vorbilder in Selbstfreundlichkeit.
Dann wird ihnen klar, dass sie ganz vergessen haben, hinzuschauen und das Kind einfach nur als Kind wahrzunehmen. Nicht als ein Kind mit ADHS. Und genau da beginnt auch die Veränderung im Umgang. Und Liebe, es geht natürlich immer um Liebe.
Wenn ein Kind in etwa das bekommt, was es braucht, wenn es gesehen, gehört und berührt wird, entsteht in ihm ein Grundvertrauen: Ich kann der Welt vertrauen, ich kann in ihr eigentlich gut leben.
Wir wertschätzen auch die Care-Arbeit nicht genügend, die überwiegend Frauen leisten. Sie wird so unterbezahlt, obwohl sie etwas ganz Wunderbares ist!
Der Frühling ist die erste Jahreszeit, in der die Kräfte wieder nach oben steigen. Jetzt geht es in der Natur um Entfaltung und Wachstum. Daher sind die Bewegungen des Frühlings auch verstärkt aufsteigend und öffnend.
Für mich heißt Filmemachen, Kontakt aufzunehmen und anderen Menschen das weiterzugeben, was ich gut finde. Das geht nur, wenn ich jedes Mal so tue, als würde ich es zum ersten Mal machen.
Gleichberechtigung – das Wort sagen wir so oft, dass wir gar nicht mehr spüren, was das heißt – also dass wir auf Augenhöhe miteinander umgehen.
Wir denken zu viel und fühlen zu wenig. Dringender als der Technik bedürfen wir der Menschlichkeit.
Die Kosten, die durch Schlafstörungen und ein Leben gegen die innere Uhr entstehen, werden von Wissenschaftlern für Deutschland auf 0,7 bis 1,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts geschätzt.
Frauen haben in all diesen Jahrhunderten als Lupen gedient, welche die magische und herrliche Kraft besitzen, die Gestalt des Mannes doppelt so groß widerzuspiegeln, wie sie von Natur aus ist.
Die globalen Herausforderungen bewältigen wir nicht, indem wir sagen: „Sag mir, was ich tun soll!
Worunter Schüler mit am meisten leiden, ist eine extreme Fremdbestimmung. Sie sind nicht in der Lage, sich Gedanken darüber zu machen: Was interessiert mich, was ist mir wichtig, was ist wichtig für mein Leben, welche Power hab ich, wo lass ich sie reinfließen oder wo auch nicht.
Die Krise, in der wir alle stecken, kann unsere bisher größte Einladung sein, um ein neues und aufregendes Kapitel der Menschheitsgeschichte aufzuschlagen.
Das „Raumschiff Erde“ hat seine natürlichen Grenzen. Wenn wir das nicht verstehen, sind wir die nächste Spezies, die geht.
Wenn Menschen, bei denen das Gemeinschaftsgefühl zerbrochen ist, im Rahmen von MBSR zusammenkommen, entsteht eine Art gemeinsamer Erfahrungsraum – und die Möglichkeit zur kollektiven Heilung.
Um die Gruppe in ihrer Breite zu erreichen, also in die Horizontale zu wirken, muss ich entsprechend stabil sein in der Vertikalen.
Die Tibeter betrachten die Dinge auf natürliche Weise. Die Natur gehört nicht den Leuten, die auf Berge klettern – es ist genau andersrum: Die Menschen gehören der Erde, der Mutter und damit auch den Bergen.
Die Ähnlichkeiten zwischen Menschen und Schimpansen liegen also nicht nur auf genetischer Ebene, sondern erstrecken sich auch auf den emotionalen, familiären und sozialen Bereich sowie auf die Intelligenz.
Es vergeht kein einziger Tag, an dem du die Welt um dich herum nicht beeinflusst. Was du tust, macht einen Unterschied, doch du musst entscheiden, welche Art von Unterschied du machen willst.
In unserem erweiterten Ansatz wird zum Beispiel die empathische Offenheit anderen Menschen gegenüber nicht nur durch individuelle, sondern auch durch soziale Achtsamkeitsübungen trainiert.
Wir sind ständig von sexuellen Bildern umgeben, und doch spricht niemand offen und konkret über Sex.
Die Menschen opfern ihre Gesundheit, um Geld zu machen. Dann opfern sie ihr Geld, um ihre Gesundheit wiederzuerlangen. Und dann beängstigt sie die Zukunft so sehr, dass sie die Gegenwart nicht genießen; das Resultat ist, dass sie nicht in der Gegenwart leben; sie leben, als würden sie nie sterben, und dann sterben sie, ohne je wirklich gelebt zu haben.
Am meisten verwundert mich am Menschen, dass er seine Gesundheit opfert, um Geld zu verdienen. Wenn er es hat, opfert er es, um seine Gesundheit zurückzuerlangen. Und er ist so auf die Zukunft fixiert, dass er die Gegenwart nicht genießt. Das Ergebnis ist, dass er weder die Gegenwart noch die Zukunft lebt. Er lebt, als würde er nie sterben, und schließlich stirbt er, ohne jemals richtig gelebt zu haben.
Eine der zentralen Erkenntnisse ist, dass die romantische Liebe, die wir heute für das Paradigma der Liebe halten, nachweislich ein Produkt der Moderne ist. Das bedeutet, dass das, was wir heute romantische Liebe nennen, im Mittelalter in dieser Form nicht existiert hat.
Das Private ist politisch.“ Das ist so, denn wenn Menschen in ihrer Sexualität kleingemacht werden oder voller Scham sind, heißt das, in unserer Gesellschaft stimmt etwas nicht.
Wenn jeder versucht, das angeborene Gute in sich und den anderen zu erkennen, gibt es keinen Grund für Kriege und Konflikte.
Haut an Haut, auf dem nackten Oberkörper von Mutter oder Vater gehalten, gewärmt und gestreichelt – die „Känguru-Methode“ wirkt sich bei Neugeborenen lebenslang positiv aus, auch wenn das Kind zu früh geboren worden ist.
Das Herz produziert Herzblut, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Herzblut unterscheidet sich vom übrigen Blut durch seine Dichte an Sauerstoff, Wärme und emotionaler Energie. Es durchströmt uns, wenn wir für etwas brennen – für eine Sache, eine Idee, einen geliebten Menschen.
Liebe hat viele Gesichter – und sie alle zeigen sich auch im Gehirn. Denn romantische Liebe, sexuelle Lust, mütterliche Fürsorge oder platonische Freundschaft beruhen zwar auf verwandten biologischen Grundlagen, aktivieren aber unterschiedliche Netzwerke.
Das Herz besitzt sein eigenes Nervensystem, das Erinnerungen speichert, Entscheidungen beeinflusst und sogar unser Sehvermögen und unsere Fähigkeit zu Mitgefühl moduliert.
Unsere Kinder führen uns auf ungeahnte Weise zu uns selbst. Sie spiegeln uns – auch da, wo es unbequem wird. Sie drücken unsere Knöpfe, wecken alte Muster und katapultieren uns aus vertrauten Bahnen. Die Liebe zu ihnen fordert uns heraus, über uns hinaus- und gleichzeitig tiefer in uns hineinzuwachsen.
Wir sind verwoben – mit der Erde, mit den Tieren, mit den Kindern, die uns anvertraut sind. Wenn wir das vergessen, verlieren wir unsere natürliche Verbundenheit mit allem, was ist. Wenn wir uns wieder verbinden, beginnen wir zu heilen.
Der Kreis der Zugehörigkeit wurde und wird oft zu eng gezogen. Heute muss er nicht nur alle Menschen umfassen, sondern alle Tiere, Pflanzen, unsere Erde und das ganze Universum.
Leben braucht das Innen, es braucht uns selbst, braucht Bewegung, Bedeutung und Richtung – eine subjektive, dynamische Bezogenheit. Das gilt auch für die Gesundheit.
Es ist nicht schwarz oder weiß, der Körper hat verschiedene Aspekte von Gesundheit und Krankheit. Die können parallel stattfinden. Es muss auch nicht heißen, dass ich mein Leben auf Pause schalte.
Gerade in einer Zeit, in der große Firmen unsere Bedürfnisse oft austricksen, finde ich es wichtig, den Körper zu Wort kommen zu lassen.
Im Wesentlichen sind das Gehirn und das autonome Nervensystem keine getrennten Akteure, sondern Tanzpartner.
Gesundheit entsteht und entfaltet sich dort, wo Menschen leben, lernen, arbeiten und lieben. Das erfordert individuelles Handeln, strukturelle Veränderungen und politisches Engagement gleichermaßen.
Die Salutogenese rückt die aktive Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden als eine eigenständige Qualität in den Mittelpunkt. Dabei wird Krankheit als ein normaler Bestandteil des Lebens verstanden und in ein weit gefasstes Gesundheitsverständnis integriert.
Um körperliche und geistige Fitness zu erhalten, gibt es – mindestens – sechs Hauptbausteine, die die Lebens- und Gesundheitserwartung verkürzen, erhalten oder verlängern: Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stressreduktion, Beziehungen, Sinnhaftigkeit.
Wenn Sie eine Frau ausbilden, bilden Sie eigentlich eine ganze Familie aus. Die Bildung von Frauen wirkt sich weit über das Individuum hinaus aus: auf Gesundheit, Ernährung, die Stabilität ganzer Gemeinschaften.
Jugendliche Stimmen sind weniger tragend als die von Erwachsenen, besitzen aber viel mehr Glanz und sind unverbraucht – entsprechend berühren sie die Herzen der Zuhörer direkter.
Wir Menschen besitzen eine angeborene Beziehung zur Natur. Über Hunderttausende von Jahren haben wir uns mit Landschaften, Pflanzen und natürlichen Rhythmen entwickelt, mit denen wir immer tief verbunden waren.
Grün wirkt auf uns beruhigend, ordnend, ausgleichend – ein Effekt, der sich neurologisch und hormonell nachweisen lässt. Dazu kommt das Zusammenspiel aus Licht, Bewegung und Stille, der weiche Waldboden unter den Füßen – all das spricht unsere Sinne an.
Die Melodien der frühen Laute von Babys sind Ausdruck des Wunsches nach Antwort. Und sie zeigen, wie eng Sprache, Musik und Bindung von Beginn an verwoben sind.
Die Gesellschaft wäre ehrlicher und stimmiger, wenn wir davon ausgehen, dass alles immer ein großes Ganzes ist. Dann bezieht man automatisch alle relevanten Bestandteile ein.
Wer sich nicht verändert, wird selten die Welt verändern. Und wer glaubt, die Welt verändern zu können, ohne sich selbst zu befragen, tut es oft auf Kosten anderer.
Wir müssen wach bleiben und uns fragen: Was kann ich jetzt tun? Nicht das Unmögliche, sondern das, was möglich ist – das Kleine. Und daraus entsteht der nächste Schritt. Das Leben will das Beste für uns. Darauf zu hören – das ist ein Weg, den ich sehr empfehlen kann.
Armut entsteht nicht aus mangelnden Fähigkeiten, sondern aus mangelnden Möglichkeiten. Kredite sind deshalb nicht Wohltätigkeit, sondern Werkzeug zur Selbstermächtigung.
Wir durchlaufen gleichzeitig einen kollektiven Prozess des Loslassens und Neuentstehens. Wir wissen, dass die Zukunft nicht einfach eine Verlängerung der Vergangenheit ist – auch wenn wir noch nicht genau wissen, was an ihre Stelle tritt.
Wenn wir zusammenhalten, können wir tatsächlich die Welt verändern. Dieses tibetische Experiment kann auch in unserer heutigen Welt wieder lebendig werden – wir können seine Flamme neu entfachen.
Beim Spielen entsteht etwas, das klassische Prognosen nicht leisten können: ein Raum, in dem Menschen ausprobieren, scheitern und neu ansetzen können, ohne reale Konsequenzen fürchten zu müssen – und es so lange besser machen, bis sie erfolgreich sind.
Es geht nicht darum, die Zukunft zu prognostizieren – sondern darum, Menschen zu befähigen, sie aktiv mitzugestalten.
Wenn wir erwarten, dass eine Behandlung hilft, werden im Gehirn Prozesse angestoßen, die Schmerz dämpfen, Stress reduzieren und die Selbstregulation des Körpers unterstützen.
Unsere Vision ist, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen jeden Alters gemeinsam lernen können – vom Kindergarten über Schule bis zur Universität. Alles soll miteinander verbunden sein und sich gegenseitig unterstützen, sodass ein durchgehender Bildungsweg entsteht.
Junge Menschen sollten lernen, wie man denkt, wie man Beziehungen gestaltet und wie man mit sich selbst umgeht. Auf dieser Grundlage können sie nicht nur erfolgreich, sondern auch glücklich, gütig und verantwortungsbewusst werden.
Ich möchte wenigstens einmal erleben, wie es ist, genau das Magazin zu machen, das ich mir immer vorgestellt habe.
Ich hatte eine klare Vorstellung davon, wie mein eigenes Heft aussehen sollte. Dieser Wunsch wurde irgendwann so stark, dass ich nicht mehr zurückkonnte.
Zu dieser Zeit war ich alleinerziehende Mutter einer zweieinhalbjährigen Tochter. Ich habe meine angesparte Altersvorsorge aufgelöst, einen Gründerkredit bei der Bank aufgenommen und mit finanziell sehr begrenzten Mitteln beschlossen: Selbst wenn nur eine einzige Ausgabe erscheint, möchte ich wenigstens einmal erleben, wie es ist, genau das Magazin zu machen, das ich mir immer vorgestellt habe.
möchte ich wenigstens einmal erleben, wie es ist, genau das Magazin zu machen, das ich mir immer vorgestellt habe.
Es geht mir nicht darum, einfach zehn Jahre moment by moment zu feiern. Ich erzähle meine eigene Geschichte – nicht, weil sie etwas Besonderes wäre, sondern weil ich hoffe, dass Menschen dadurch angeregt werden, auf ihre eigene Geschichte zu schauen: Wo stehe ich? Was möchte ich wirklich? Was trägt mich?
Mein großer Wunsch ist, dass moment by moment auch in Zukunft ein Wegbegleiter für Menschen ist, die sich auf den Weg gemacht haben, Meditation, Gesundheit und Mitgefühl in Ihr Leben zu integrieren, oder ihre Praxis vertiefen möchten.
Ich glaube an das Gute. Ich glaube, dass wir alle diesen Kern in uns tragen. Wenn wir wieder mit ihm in Berührung kommen, verändert sich auch unser Umfeld. Wenn wir aus dieser Haltung heraus handeln, verändert sich letztlich auch unseren Blick auf die Welt.
Entscheidend ist, dass wir nach dem Rückzug in die Praxis wieder hinausgehen und dort, wo jeder von uns lebt und wirkt, ins Handeln kommen. Mein Weg dafür ist moment by moment.
Wenn ich Kindern und Jugendlichen auf dieser Welt etwas Wesentliches mitgeben könnte, wäre das, dass sie lernen, sich in sich selbst zu Hause zu fühlen – in ihrem Körper, ihrem Herzen und der Welt, in der sie leben.
Unsere Forschung hat gezeigt, dass die Förderung positiver Eigenschaften nicht nur genauso wirksam ist wie die Behandlung negativer – sie führt auch zu nachhaltigeren positiven Veränderungen.
Häufige Fragen
Ist Achtsamkeit unpolitisch?
Die hier zitierten Stimmen widersprechen dem überwiegend. Mehrere beschreiben Innehalten und bewusstes Handeln ausdrücklich als etwas, das im Persönlichen, im Sozialen und im Politischen wirkt.
Wie lässt sich Achtsamkeit im Beruf üben?
Die konkretesten Hinweise in dieser Sammlung sind unspektakulär: Pausen, die wirklich Pausen sind; Rituale zu Beginn von Besprechungen; erreichbarkeitsfreie Zeiten. Eine der zitierten Personen schaltet das Diensthandy von 22 bis 8 Uhr aus.
Weitere Zitate nach Thema
Das vollständige Archiv mit allen 817 Zitaten finden Sie in der Übersicht Achtsamkeit: Sprüche und Zitate.