Es gibt Sätze, die nichts erklären und trotzdem helfen. Sie ordnen nicht, sie begleiten. Diese Seite sammelt 111 solcher Zitate aus moment by moment, für Zeiten, in denen jemand Trost braucht, Kraft oder einfach das Gefühl, mit einer Erfahrung nicht allein zu sein.
Es sind Sätze über Angst und Trauer, über Krisen und Krankheit, über Vergänglichkeit und darüber, was trägt, wenn nichts mehr trägt. Sie stammen aus Interviews mit Meditationslehrerinnen, Ärzten und Philosophen, zum Teil auch aus Gedichten und Überlieferungen, die wir in unseren Heften abgedruckt haben, von Rilke über Mary Oliver bis zu Rumi.
Sprüche, die tragen, und solche, die es nicht müssen
Wer für einen anderen Menschen nach Worten sucht, greift leicht zu schnell. „Alles wird gut” ist gut gemeint und meistens nicht wahr. Die Zitate auf dieser Seite nehmen einen anderen Weg: Sie lassen stehen, was schwer ist. „Nichts ist perfekt – wir genauso wenig wie die anderen, das Leben oder die Welt. Leid ist unvermeidlich.” Erst nach diesem Satz kommt der nächste.
Auffällig oft geht es um Vertrauen, das nichts mit Zuversicht auf einen guten Ausgang zu tun hat. Václav Havel hat es so formuliert: Hoffnung sei nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.
111 Zitate über innere Kraft
Schneller geht es mit unbewusstem Denken, und das Tröstlichste und Beruhigendste ist Berührung. Wenn ich also meinen Klienten beibringen kann, sich einfach die Hand auf die Wange oder aufs Herz zu legen – das ist einfach ein Reflex –, müssen sie nicht darüber nachdenken.
Wenn ich nachts in den Himmel schaue und denke, da ist vielleicht jemand anders auf einer anderen Welt, der auch in den Himmel schaut und sich die gleiche Frage stellt – das ist für mich ein weiterer Schritt unserer Verbindung zum Kosmos.
So wie kein Atom meines Körpers dem Kosmos entkommen kann, aber natürlich mit dem Tod die Struktur des Leibes zerfällt, kann auch kein Bit meines Bewusstseins dem Kosmos entkommen.
Liebe sagt, ich bin alles. Weisheit sagt, ich bin nichts – zwischen diesen beiden fließt mein Leben.
Es gibt Leute, die vor der Unbeständigkeit Angst haben, bei mir trifft das Gegenteil zu.
Ich machte als Kind die Entdeckung, dass ich mich in der Natur verbunden fühlte. Wenn ich im Garten oben in meinem Lieblingsbaum saß und in den Himmel schaute, war ich ein Teil von etwas Größerem.
Der geübte Griff in die Erinnerungskiste bietet emotionale Erholung und Stärkung. Nostalgische Gefühle unterstützen uns darin, mit den Anfechtungen der Gegenwart besser zurechtzukommen und der Zukunft mit mehr Zuversicht entgegenzusehen.
Ich will das nicht! Ich will nicht hier sitzen und ausharren müssen. Scheiß Virus! Wegen dir kann ich nicht zurück zu dem Ort, an dem ich mir ein Leben aufgebaut habe.
Ich bin nicht alt, sagte sie. Ich bin rar. Ich bin der stürmische Applaus am Ende des Stücks. Ich bin die Retrospektive meines Lebens als Kunst. Ich bin die Stunden wie Punkte verbunden zum positiven Sinn. Ich bin die Fülle des Seins. Du denkst, ich warte auf den Tod, doch ich warte darauf, gefunden zu werden. Ich bin ein Schatz. Ich bin eine Landkarte. Diese Falten sind Abdrücke meiner Reise. Frag mich irgendetwas.
Friedhöfe sind Räume, in denen sich unsere individuellen, vergänglichen wie auch vielleicht unsere unvergänglichen Dimensionen begegnen und sie lassen eine Stille erfahrbar werden, die weit mehr ist als die Abwesenheit von Geräuschen.
Wie kann ich wieder zu Kräften kommen? Was unterstützt mich in der momentanen Situation? Was sind Kraftquellen, zu denen ich Zuflucht nehmen kann?
Gerade die gegenwärtige Situation zeigt uns, wie verletzlich wir sind, aber auch wie verbunden. Und dass wir nicht alles in der Hand haben.
Wenn alle Moleküle meines Körpers sich ständig verändern und erneuert werden, wie kann ich da behaupten, dass „ich“ immer „ich“ bin?
Wenn Trauma transformiert wird, wird die betroffene Person sogar noch schöner, ohne die Erfahrung zu beschönigen.
Diese Lebendigkeit und Präsenz sind, glaube ich, das Gegenmittel zu Traumata. Das sagt sich leichter, als es ist, aber der Grundgedanke ist tatsächlich ziemlich einfach.
Die innere Reise, auf die ich mich begeben hatte, half mir, Frieden zu finden und alles, was meiner Familie und mir geschehen ist, zu verzeihen. So wurde es mir möglich, den Kreis zu schließen und am Ende meiner äußerlichen und inneren Reise in meine ehemalige Heimat zurückzukehren.
Ohne Schmerz geht es nicht – er ist sozusagen die Schlüsseltechnologie der Transformation und erzeugt zur gleichen Zeit auch Dankbarkeit für das, was wir noch haben. Der Schmerz rät uns, mehr in Beziehungen zu investieren als in Materielles, weil das der einzige Reichtum ist, der flexibel ist, selbst wenn es brennt. Die Beziehungen zwischen Menschen können noch stärker werden, selbst wenn das eigene Haus brennt oder von einem Hochwasser weggeschwemmt wird.
Ich möchte versuchen, Menschen daran zu erinnern, dass wir nicht ohne Medizin sind: Wir sind nicht machtlos, wir haben alles, was wir brauchen, um durch diese Transformation hindurchzugehen. Das heißt nicht unbedingt, dass es leicht ist.
Wenn Licht auf einen Diamanten fällt, wird es dadurch auch nicht wertvoller. Licht bleibt Licht.
Baut mir bitte keinen Stupa. Gebt meine Asche bitte nicht in eine Urne, sperrt mich nicht darin ein und begrenzt nicht, wer ich bin. Ich weiß, das wird einigen von euch schwerfallen. Wenn ihr aber einen Stupa bauen müsst, vergesst nicht, ein Schild anzubringen, auf dem es heißt: „Ich bin nicht hier drin.“ Zusätzlich könnt ihr ein weiteres Schild mit den Worten anbringen: „Ich bin auch nicht dort draußen“, und ein drittes, auf dem zu lesen steht: „Wenn ich irgendwo bin, dann in deinem bewussten Atmen und deinen friedvollen Schritten.
Ich war jahrzehntelang in der sogenannten Freiheit gefangen – im Gefängnis hat die Freiheit mich gefunden.
Meine Scheune ist abgebrannt, nichts verdeckt mehr die Sicht auf den Mond.
Wo gehen wir denn hin? Immer nach Hause.
Die kleine Weisheit ist wie Wasser in einem Glas: klar, durchsichtig, rein. Die große Weisheit ist wie das Wasser des Meeres: dunkel, geheimnisvoll, undurchdringlich.
Wenn ein Mensch sich seiner Verwandtschaft mit der Welt nicht bewusst ist, lebt er in einem Gefängnis, dessen Mauern ihm fremd sind. Begegnet er dem ewigen Geist in allem, dann ist er befreit, denn er entdeckt die vollständige Bedeutung der Welt, in die er hineingeboren ist; dann findet er sich selbst in vollkommener Wahrheit, und sein Einklang mit dem Ganzen ist hergestellt.
Was wir den Anfang nennen, ist oft das Ende; und etwas zu beenden, ist etwas zu beginnen. Das Ende ist, von wo aus wir aufbrechen.
JA Jederzeit könnt’ es passieren, Wirbelsturm, Erdbeben, Armageddon. Es könnte passieren. Oder Sonnenschein, Liebe, Erlösung. Es könnte. Drum wachen wir und halten Ausschau – keine Garantie in diesem Leben. Nur ein paar Zugaben, wie der Morgen, wie der Moment, wie der Mittag, wie der Abend.
Wild Geese You do not have to be good. You do not have to walk on your knees for a hundred miles through the desert repenting. You only have to let the soft animal of your body love what it loves. Tell me about despair, yours, and I will tell you mine. Meanwhile the world goes on. Meanwhile the sun and the clear pebbles of the rain are moving across the landscapes, over the prairies and the deep trees, the mountains and the rivers. Meanwhile the wild geese, high in the clean blue air, are heading home again. Whoever you are, no matter how lonely, the world offers itself to your imagination, calls to you like the wild geese, harsh and exciting – over and over announcing your place in the family of things.
Während ich das Morgenlicht willekommen heiße, erkenne ich, dass das Zuhause dort ist, wo das Herz zu finden ist. Meditation war nicht die Antwort, die ich suchte, aber sie war die Antwort, die ich brauchte.
My sach die gat / Als es oben schtat – Meine Geschicke werden von oben bestimmt.
Gelegentlich stoße ich Ende Mai oder im Juni auf einen letzten Rest Schnee auf einem Berggipfel. Es hat etwas sehr Kraftvolles, im Sommer Schnee zu finden. Es ist, als ob der ganze Winter durch dieses weiße Loch geflossen ist – die konzentrierte Form der kalten Jahreszeit.
Es geht nicht um mich. Ich habe das zwar initiiert, aber ich bin nur teilhabend an etwas viel Größerem.
Man muss ein großartiges Leben und einen großartigen Tod haben. Die beiden Dinge gehören zusammen. Man muss im Bewusstsein leben, dass jeder Tag der letzte sein kann.
Wenn wir den Tod betrachten, denken wir oft, dass er später kommen wird. Und dieses „Später“ verschafft uns eine angenehme Distanz von der Erfahrung.
In dieser Welt brauchen wir einen Rücken, der kräftig und ausgeglichen ist. Aber wir brauchen auch eine sanfte Vorderseite. Wir brauchen ein Herz, das durch Mitgefühl, Liebe und Altruismus geprägt ist.
Wir sind nicht hier, um eine Aufgabenliste abzuhaken. Wir sind Teil eines viel größeren Geheimnisses. Und dieses Geheimnis lädt uns ein, einen Schritt zurückzutreten und uns daran zu erinnern, wer wir wirklich sind, nämlich Bewusstsein oder Liebe.
Die große Freiheit besteht darin, zu wissen, dass wir im Geiste und im Herzen frei sind.
Weises Vertrauen heißt: Wir vertrauen, dass das Leben sich erneuert, und wir können die Samen des Lebens in unserem Herzen und in der Gemeinschaft wässern, auch wenn wir wissen, dass uns Schwierigkeiten nicht erspart bleiben.
Dieses Bewusstsein – das ist es, was du wirklich bist, du bist liebevolle Bewusstheit. Wenn du das verstanden hast, kannst du niemals sterben. Was stirbt, ist der Körper.
Am Ende musst du dir eingestehen, dass du keine Ahnung hast, wer du wirklich bist. Es ist ein großes Geheimnis. Allerdings eins, in das du hineingehen kannst.
Früher oder später musst du dich auf das Abenteuer einlassen und den „Lehrplan“ erkennen, der sich in deiner sich entfaltenden Lebenserfahrung zeigt.
Der Mensch ist ein Teil des Ganzen, das wir „Universum“ nennen, ein in Zeit und Raum begrenzter Teil. Er erlebt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als etwas vom Rest Getrenntes – eine Art optische Täuschung unseres Bewusstseins. Diese Illusion ist für uns wie ein Gefängnis, das uns auf unsere persönlichen Wünsche und auf die Zuneigung zu einigen wenigen, uns nahestehenden Personen beschränkt. Unsere Aufgabe ist, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir den Kreis unseres Mitgefühls auf alle Lebewesen und die gesamte Natur in all ihrer Schönheit ausdehnen. Niemand kann dies ganz erreichen, aber das Streben danach ist in sich selbst Teil der Befreiung und die Basis für innere Sicherheit.
Die Mystiker aller Traditionen haben immer wieder über die Jahrhunderte berichtet, bedichtet und besungen, dass es sowohl das Individuelle als auch das große Ganze gibt – sowohl die Welle als auch das Meer –, welchen Namen wir auch immer beidem geben.
Wenn wir Angst haben, hilft es oft, in irgendeiner Weise innerlich weiter zu werden und uns Neuem zu öffnen – damit meine ich nicht die berufliche Ebene, denn da geschieht das oft genug. Es geht darum, auf der persönlichen Ebene weiter zu werden oder uns mit dem zu vereinen, was in uns ist – und bereits ganz ist.
Nur tiefes Vertrauen kann die Grenzen des Denkens annehmen und aushalten.
Gerade in Umbruchszeiten brauchen wir Vertrauen, denn wir wissen nicht, wie es weitergeht. Unser Leben ist so komplex geworden, dass niemand redlicherweise vorgeben kann, es völlig zu verstehen.
Der Schlüssel ist, empfänglich zu sein und die Liebe hereinzulassen. Wir entdecken dann, dass wir uns in gewisser Weise auflösen und zu dieser Liebe werden. Wir erkennen, dass die Trennung nur in unserem Geist war.
Ich weiß, wie ich mich stabilisieren kann, wie ich mit dem, was passiert, präsent sein kann, selbst mit beängstigenden Dingen. Und ich weiß, wie ich mir selbst und anderen Liebe und Mitgefühl entgegenbringen kann. Ich glaube, das wird im Moment des Todes helfen.
Zu sterben und zu wissen, dass man ein gutes Leben geführt hat, fühlt sich wie das schönste Geschenk an.
Ruth hatte mich gewarnt. Sie hatte mir beigebracht, mein Herz zu öffnen, bevor ich meine Wünsche visualisierte, und die Technik mit Weisheit und Verstand einzusetzen. Das hatte ich nicht getan.
Ich hatte plötzlich die klassische mystische Erfahrung, dass alles perfekt war: Es ist so, wie es ist, weil es nicht anders sein kann.
Quantenphysikalisch ist alles, was existiert, miteinander verbunden und in steter Wechselwirkung. Dies ist definitiv außerhalb des Vorstellungs- und Wahrnehmungsvermögens der meisten Menschen.
Wir sterben permanent und werden sekündlich neu geboren. Jeden Tag vergehen in unserem Körper 50 Milliarden Zellen und werden durch frische ersetzt. Innerhalb eines Jahres werden sämtliche Körperzellen ausgetauscht.
Was uns immer wieder aufbrechen lässt, ist wohl unsere Sehnsucht. Menschen sind Wesen der Zeit. Wir erinnern Vergangenes und wünschen uns Zukünftiges, sehnen uns nach einem neuen und besseren Zustand, den wir auch auf Reisen suchen.
Ich habe meine innere Löwin beschworen und gebrüllt. Ich habe gebrüllt und gebrüllt, wieder und wieder, bis ich alle gesundheitlichen Probleme überwunden hatte, so wie jede andere Herausforderung zuvor.
Während ich in den vergangenen zehn Jahren mit so vielen gesundheitlichen Problemen konfrontiert war, hat sich der unschätzbare Wert meiner langen spirituellen Praxis erwiesen. Keines dieser Probleme hat mich erschüttert, zumindest nicht lange.
Im Garten der Gottesliebe O, der du Mir dienst, wo suchest du Mich? Siehe, Ich bin bei dir.Ich bin weder im Tempel noch in der Moschee, weder in der Kaaba noch auf dem Kailash. Weder bin Ich in Riten und Zeremonien, noch in Yoga oder Entsagung. Wenn du ein wahrhaft Suchender bist, wirst du Mich sogleich sehen, Mir begegnen im gleichen Augenblick. Kabir sagt: O Sadhu!Gott ist der Atem allen Atems.
Die Flöte des Unendlichen Die Flöte des Unendlichen wird ohne Ende gespielt und ihr Ton ist Liebe: Wenn Liebe aller Grenzen entsagt, erreicht sie die Wahrheit. Wie weithin der Duft sich breitet! Er hat kein Ende, nichts steht ihm im Weg. Die Gestalt dieser Melodie ist leuchtend wie eine Million Sonnen. Unvergleichlich ertönt die Vina, die Vina der Töne der Wahrheit.
Ich muss lachen, wenn ich höre, der Fisch im Wasser sei durstig. Du begreifst die Tatsache nicht, dass sich das Allerlebendigste in deinem eigenen Haus befindet; und so wanderst du verwirrten Blicks von einer heiligen Stadt zur nächsten!
Du bist kein Tropfen im Ozean. Du bist der ganze Ozean in einem Tropfen.
Sobald das Ich-Zentrum und seine Unterscheidungen vergessen sind, fließen Berge wie Wasser in der Stille.
Das Haus unserer wie auch immer beschränkten Erkenntnis steht auf dem Boden. Doch dieser Boden ist kein Fundament, sondern das Gewebe eines fliegenden Teppichs, durch den hindurch wir an den fadenscheinigen Stellen sehen können, dass es keinen Boden darunter gibt.
Mut heißt, in gewisser Weise, über das eigene Leben hinauszugehen. So als gäbe es ein Hinaus. Gerade das ist der Widerspruch, der den Mut ausmacht: so zu tun, als ginge es weiter, auch wenn es endet. Enden kann, aber nicht muss.
Ein Abenteuer ist das Betreten eines ortlosen Ortes, außen oder innen, wo die Orientierung vom ersten Schritt an versagt, ganz gleich was wir glauben.
Zu erwachen heißt, die Wirklichkeit des Lebens durch und durch zu erfahren: so, dass einem Hören und Sehen, Denken und Fühlen, kurz alles, was man kennt und auf das man sich stützt, vergeht.
Die Erfahrung des Erwachens bedeutet, durch und durch zu realisieren, dass alles miteinander verbunden ist, ohne Ausnahme. Und dass all das, was mir jeweils gegenüberzustehen scheint – als jemand oder etwas, den oder das ich begehre oder ablehne –, in Wahrheit nicht zwei ist.
Spiritualität ist, recht verstanden, exakt das Gleiche wie Wissenschaft – nur dass nicht im Labor getestet wird, sondern im Leben.
Mit dem Vergessen vergessen wir nicht nur das, was wir wussten, und das, was wir nicht länger wissen wollen, sondern vor allem, wie viel wir nicht wissen.
Angesichts der Endlichkeit des Lebens sollten wir uns nicht entziehen, sondern vorbereiten, kurz: kontinuierlich üben. Welche Übung, welches Ritual und welche Lebensform wir übernehmen, sollten wir gut überlegen. Denn sie dienen der Transformation.
Der Tod fragt mich: „Warum bist du hier? Was hast du gegeben, was hast du gelernt?
Wie alle Wesen ist der Mensch Teil des Ganzen, das wir Universum nennen und das rein äußerlich betrachtet von Raum und Zeit begrenzt ist. Er erfährt sich, seine Gedanken und Gefühle als etwas, das ihn von den anderen trennt, aber dies ist eine Art optische Täuschung des Bewusstseins. Diese Täuschung ist wie ein Gefängnis, das unsere eigenen Wünsche und unsere Zuneigung auf einige wenige Menschen beschränkt, mit denen wir näher zu tun haben. Unsere eigentliche Aufgabe besteht darin, uns aus unserem Gefängnis zu befreien, indem wir den Kreis unseres Mitgefühls und unserer Fürsorge auf alle Wesen und die Natur in ihrer ganzen Schönheit gleichermaßen ausdehnen.
Ich ging durch das Tor hinaus in Richtung Freiheit – aber ich wusste, wenn ich den Hass in meinem Herzen behalten hätte, wäre ich noch immer im Gefängnis.
Im heiligen Raum des eigenen Herzens die grundlegende Freiheit bewahren.
Ich wüsste nicht, wie ich auf anderem Wege diese Fragen „Wer bin ich? Was will ich wirklich? Warum bin ich hier? Was ist die Welt?“ verstehen könnte, außer durch eine tiefgründige Analyse und Schulung der Wahrnehmung auf einem spirituellen Weg.
Ganz Mensch ist der Mensch eigentlich nur dort, wo er aufgeht in Sache, ganz hingegeben ist an eine andere Person.
Das Gefühl von Heimat, das reine Sein, ist nicht abhängig von Orten oder Menschen.
Ekstase ist die Erfahrung einer Energieausdehnung, das Gefühl, mit allem eins zu sein, ein Gefühl von Frieden und Harmonie. Es gibt kein Du und Ich mehr.
Wir haben die Wahl, wie wir an das Leben herangehen: Wir können existenzielle Fragen ignorieren und Arzneimittel schlucken, die den Schmerz dämpfen. Wir können uns aber auch öffnen und zulassen, dass neuer Sinn entsteht und wir uns gewahr werden, geliebt, beschützt und Teil des Ganzen zu sein.
Erst die Akzeptanz unserer eigenen Sterblichkeit verleiht unserem Leben Kraft und Würde.
Hoffnung ist eine Begleitemotion des Lebenstriebs. Sie ähnelt stark dem Urvertrauen. Solange wir leben, hoffen wir, dass es noch besser wird.
Man hatte vor tausend Dingen Angst, vor Schmerzen, vor Richtern, vor dem eigenen Herzen, man hatte Angst vor dem Schlaf, vor dem Erwachen, vor dem Alleinsein, vor der Kälte, vor dem Wahnsinn, vor dem Tode – namentlich vor ihm, vor dem Tode. Aber all das waren nur Masken und Verkleidungen. In Wirklichkeit gab es nur eines, vor dem man Angst hatte: das Sichfallenlassen, den Schritt in das Ungewisse hinaus, den kleinen Schritt über all die Versicherungen, die es gab. Und wer sich einmal, ein einziges Mal, hingegeben hatte, wer einmal das große Vertrauen geübt und sich dem Schicksal anvertraut hatte, der war befreit. Er gehorchte nicht mehr den Erdgesetzen, er war in den Weltraum gefallen und schwang im Reigen der Gestirne mit.
Ohne Magie wäre diese Welt nicht zu ertragen.
Ich bin nicht ich. Ich bin jener, der an meiner Seite geht, ohne dass ich ihn erblicke, den ich oft besuche und den ich oft vergesse. Jener, der ruhig schweigt, wenn ich spreche, der sanftmütig verzeiht, wenn ich hasse, der umherschweift, wo ich nicht bin, der aufrechtbleiben wird, wenn ich sterbe.
Vertrauen ist eine Oase im Herzen, die von der Karawande des Denkens nie erreicht wird.
Das ganze Universum ist im Körper enthalten, der ganze Körper im Herzen. So ist das Herz der Kern des ganzen Universums.
Wir haben von dem Moment, in dem wir ins Arbeitsleben starten, bis zum Tod, also zwischen etwa 22 und 80 Jahren, lediglich 21.000 Tage zu leben, und das war’s dann. Was wollen wir mit dieser Zeit anfangen?
In beauty may I walk. All day long may I walk. Through the returning seasons may I walk. Beautifully will I possess again. Beautifully birds. Beautifully butterflies … On the trail marked with pollen may I walk. With grasshoppers about my feet may I walk. With dew around my feet may I walk. With beauty before me may I walk. With beauty behind me may I walk. With beauty above me may I walk. With beauty all around me may I walk. In old age, wandering on a trail of beauty, lively. In old age, wandering on a trail of beauty, living again … it is finished in beauty. It is finished in beauty.
So wie der große Ozean nur einen Geschmack hat, den von Salz, so hat meine Lehre nur einen Geschmack, den von Freiheit.
Wer in die Wüste geht und wiederkehrt, ist nicht mehr derselbe.
Also, mir persönlich sind die letzten fünf Jahrzehnte eines Lebens als Flüchtling lieber. Das ist nützlicher, bietet mehr Gelegenheit, zu lernen, das Leben zu erfahren. Du denkst, wenn du es von einer Seite aus betrachtest: Oh, wie schlimm, wie traurig. Aber wenn du auf die gleiche Tragödie, das gleiche Ereignis von einer anderen Seite blickst, erkennst du, dass es dir neue Möglichkeiten eröffnet. Das ist wunderbar. Es ist der Hauptgrund, weshalb ich nicht traurig und griesgrämig bin.
Die Wahrheit über den Pfad der Liebe ist: Es gibt keinen Pfad. Es gibt nur das Herz und die Liebe, die den Liebenden verschlingt, der zum Geliebten wird. Liebe ist ein Seinszustand, keine Reise von hier nach dort.
Wenn unsere Herzen für alles bereit sind, werden wir von der Schönheit, der Poesie und dem Geheimnis berührt, die unsere Welt erfüllen
Um sich sicher zu verorten, ist es wichtig, dass wir eine gute Verankerung haben, uns verbunden mit der Gegend, der Erde, der Natur und unserer Kultur fühlen; und dass es gleichzeitig einen Bereich gibt, durch den wir Sinnhaftigkeit erfahren, vielleicht auch Transzendenz, Spiritualität oder etwas „Heiliges“. Nur so können wir letztlich in uns selbst eine Mitte finden und uns zu Hause fühlen.
Zwei Fragen können uns an das Thema Bedeutung heranführen: Wofür stehe ich morgens auf? Sie umfasst auch die Frage nach Sinn, Verortung und Bedeutung. Und: Warum gerade hier? Darin ist die Frage nach Beziehung, Bezogenheit enthalten.
Die Krankheit hat auch dazu geführt, dass ich mutiger geworden bin. Man muss es jetzt machen. Ich glaube, ich habe viel mehr gelebt mit dieser Diagnose als je zuvor.
Brief an einen Freund / Ein menschliches Wesen ist Teil einer Ganzheit, die wir Universum nennen; es ist ein Teil, der in Zeit und Raum begrenzt ist. Es erlebt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle, als etwas Getrenntes vom Rest, eine Art optische Täuschung des Bewusstseins. Diese Täuschung ist wie ein Gefängnis für uns. Sie beschränkt uns auf unsere persönlichen Wünsche und Zuneigung für einige uns nahestehende Personen. Es muss unser Ziel sein, uns aus dem Gefängnis zu befreien, indem wir unseren Kreis des Mitgefühls ausweiten, um alle lebenden Kreaturen und die Gesamtheit der Natur in ihrer Schönheit zu umarmen.
Schönheit verbindet uns Menschen mit der Schöpfung und zugleich mit dem Besten in uns. Denn hinter der unverlierbaren Schönheit der Welt steckt nicht nur eine ästhetische, sondern auch eine ethische Forderung.
Vielleicht ist das der besondere Wert von Schönheit: dass sie uns nicht erklärt, wer wir sind, sondern uns wieder mit unserem eigentlichen Wesen verbindet.
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.
In jedem Du, mit dem wir in Beziehung stehen, stehen wir zugleich mit dem Urgrund des Seins in Verbindung, von dem wir sagen können: Ich bin durch dich so ich. Denn wir könnten gar nicht „Ich“ sagen, wenn wir nicht in Beziehung zu diesem großen Du stünden.
Der Schlüssel zur Transformation liegt in der Verbindung von Güte und Weisheit. Zusammen bilden sie die Grundlage für ein friedliches Leben – in uns selbst, in unseren Beziehungen und in der Gesellschaft.
Der Sommertag Wer hat die Welt erschaffen? Wer schuf den Schwan und den Schwarzbären? Wer schuf die Heuschrecke? Diese Heuschrecke hier meine ich, die sich aus dem Gras erhoben hat, die Zucker aus meiner Hand frisst und ihre Kiefer vor und zurück statt auf und ab bewegt. Die umherschaut mit ihren riesigen komplexen Augen. Jetzt hebt sie ihre blassen Vorderarme und wäscht sich gründlich ihr Gesicht. Jetzt klappt sie ihre Flügel auf und schwebt davon. Ich weiß nicht genau, was ein Gebet ist. Ich weiß nur, wie man aufmerksam ist, wie man sich ins Gras fallen lässt, wie man im Gras niederkniet, wie man müßig geht und sich gesegnet fühlt und wie man durch die Felder streunt, was ich den ganzen Tag lang getan habe. Sag mir, was hätte ich sonst tun sollen? Stirbt nicht alles zu guter Letzt – und viel zu früh? Sag mir, was hast du vor mit deinem einen wilden und kostbaren Leben?
Dank der Retreat- und Meditationserfahrungen konnte ich meine gesundheitliche Krise überwinden, und auch beruflich richtete ich mich neu aus.
Für mich ist immer deutlicher geworden, dass es mein Vertrauen in etwas Größeres als mich selbst ist, was mich trägt. Dieses Gefühl, eingebunden zu sein in ein größeres Ganzes, in ein Netz, dem wir alle zugehörig sind und das uns trägt.
Ich habe erlebt, was möglich wird, wenn man aus dieser Verbindung zu etwas Größerem lebt. Und diese Erfahrung trägt mich bis heute. Für mich ist das keine intellektuelle Annäherung. So funktioniere ich nicht. Ich bin ein Kinästhetin. Ich muss Dinge erfahren.
Die eigentliche Frage ist: Was ist wirklich wichtig? Für mein Leben – und für die Welt?
Wenn wir wirklich in schwierige Lebenssituationen geraten, wenn wir Leid erfahren – körperlich oder seelisch –, dann wird die Frage „Warum tue ich das?“ plötzlich existenziell. Dann geht es nicht mehr darum, ob ich mich ein bisschen entspannter fühle. Dann stellt sich die Frage: Was trägt mich wirklich? Was hilft mir in dieser existenziellen Situation?
Vertraue darauf, die Erkenntnis selbst zu sein, statt zu versuchen, jemand zu werden, der etwas erkennt.
Per aspera ad astra. Durch die Mühsal zu den Sternen.
Ein ganzes Leben reicht vielleicht nicht aus, um uns vollständig auf die Harmonie des Universums einzustimmen. Doch allein zu erkennen, dass wir mit ihr in Resonanz treten können – das kann sein, als erwachten wir aus einem Traum.
Sie haben mein Land genommen, aber mein Glück konnten sie mir nicht nehmen. Wenn ich anfangen würde, sie zu hassen, hätten sie auch noch meinen Geist und mein Herz zerstört. Das werde ich nicht zulassen.
Häufige Fragen
Welcher Spruch passt in eine Trauerkarte?
Sätze, die nichts beschönigen, wirken hier meist am längsten. Aus dieser Sammlung eignen sich besonders die Zitate über Vergänglichkeit und Verbundenheit. Kürzere Sätze finden Sie unter kurze Achtsamkeitssprüche.
Darf ich die Zitate weitergeben?
Privat gern, mit Nennung der sprechenden Person und moment by moment als Quelle. Für Publikationen oder Seminarunterlagen fragen Sie bitte kurz bei uns an.
Weitere Zitate nach Thema
Das vollständige Archiv mit allen 817 Zitaten finden Sie in der Übersicht Achtsamkeit: Sprüche und Zitate.