„Freude ist viel größer als Glück. Glück ist abhängig von äußeren Umständen, Freude nicht.” Dieser Satz aus einem unserer Interviews erklärt, warum hier Lebensfreude und Dankbarkeit zusammenstehen: Beide sind weniger ein Zustand, der eintritt, als eine Haltung, die man einnimmt, auch dann, wenn die Umstände nicht mitspielen.
76 Zitate aus moment by moment über Freude, Glück, Humor und Dankbarkeit, aus Beiträgen und Interviews seit 2016. Sie stammen von Menschen, die beruflich mit Glück zu tun haben: Psychologinnen, Meditationslehrern, Ärzten. Sie sprechen deshalb meist erstaunlich unpathetisch darüber.
Warum Dankbarkeit und Freude zusammengehören
„Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.” Der bekannteste Satz von Bruder David Steindl-Rast dreht die übliche Reihenfolge um. Dankbarkeit wartet nicht darauf, dass etwas Gutes passiert; sie richtet den Blick auf das, was schon da ist. Mehrere der hier versammelten Zitate beschreiben sie deshalb als Gegenmittel gegen die Ausrichtung auf den Mangel.
Humor spielt in diesen Sätzen eine größere Rolle, als man bei einem Achtsamkeitsmagazin erwarten würde. „Der Humor erfreut sich nicht an den Dingen, obwohl sie unvollkommen sind, sondern weil sie unvollkommen sind.” Lachen, heißt es an anderer Stelle, sei eine dynamische Meditation: Wer lacht, denkt nicht nach.
76 Zitate über Lebensfreude, Glück und Dankbarkeit
Jede Minute, die ich mit diesem vierbeinigen Freund verbringe, zeigt mir, dass das Einzige, dem man im Leben hinterherrennen muss, ein Ball ist. Und sonst nichts!
Unser Leben in seiner ganzen Fülle leben.
Der Humor erfreut sich nicht an den Dingen, obwohl sie unvollkommen sind, sondern weil sie unvollkommen sind!
Es ist nahezu unmöglich, das Lachen gänzlich zu unterdrücken.
Was uns alle verbindet, ist der Humor. Dafür brauchen wir keine Sprache, es reichen Gesten oder Blicke: ein Lächeln, ein Augenzwinkern …
Die Wahrheit ist, dass wir alle Humor haben und alle glauben, jemanden zu kennen, der keinen hat. Vielleicht besser: Wir haben alle Humor, und alle glauben, jemanden zu kennen, der keinen hat.
Was auch immer uns hilft, in die Freude zu kommen, ist gut. Freude ist unser Naturzustand, wie wir an Babys sehen. Das vergessen wir nur leider viel zu oft.
Entscheidend ist für mich die Erfahrung der unbedingten, stillen Freude, die entsteht, wenn wir in Kontakt kommen mit der Tiefendimension des Lebens. Wenn wir erahnen, dass unser Geist viel weiter und größer ist, als unser kleines Ich es uns weismachen will.
Dankbarkeit befreit uns von der Ausrichtung auf den Mangel, das, was angeblich immer noch fehlt zu unserem Glück.
Dankbarkeit gilt heute als eine der machtvollsten Kraftquellen für ein glückliches, erfülltes Leben.
Dankbarkeit als Lebenskunst zeigt uns, dass wir das Glück in uns selbst, in unserem offenen, weiten Herzen finden, und zwar hier und jetzt.
Das Potenzial der hier vorgestellten Übungen liegt darin, dass kontinuierlich und bewusst eine innere Schatzkiste mit freudvollen Momenten gefüllt wird. Durch sie verändert sich auch die Wahrnehmung im Alltag.
Ich streife die Regale entlang und picke hier und da einen Band heraus, atme diesen ganz besonderen Duft gebrauchter Bücher ein, nehme mir die Zeit zu schmökern und verliere mein Zeitgefühl. Besser: Ich streife die Regale entlang und picke hier und da einen Band heraus, atme diesen ganz besonderen Duft viel benutzter Bücher ein, nehme mir die Zeit zu schmökern und verliere mein Zeitgefühl.
Dankbares Leben macht zunächst furchtlos. Es entspringt dem Vertrauen, dass auch alles, was uns bedrohlich erscheint, Gelegenheiten mit sich bringt, die uns das Leben schenkt.
Das wesentliche Geschenk im Innersten von jedem Geschenk ist Gelegenheit. Alles Übrige ist nur die Verpackung.
Im Grunde geschieht Glück, wenn wir unsere Ideen, mit denen wir – oft sehr lange Zeit – schwanger gegangen sind, tatsächlich umsetzen. Während des Umsetzens entsteht gelingendes Leben. Während des Tuns, im Hier und Jetzt, ist das Leben als „Serien-Moment“ wie ein Tanz.
Wir haben jeden Tag die Möglichkeit, unser Leben zu gestalten und umzugestalten. Das ist eine Kraft, die wir freisetzen können.
Freude ist viel größer als Glück. Glück ist abhängig von äußeren Umständen, Freude nicht.
Wir bewerten unsere Liebe, unser Glück oder unsere Freude anhand von äußeren Dingen. Das ist auch okay, aber von Zeit zu Zeit sollten wir zur Quelle unseres Wohlbefindens zurückkehren, die ich bedingungslose Freude oder Liebe nenne.
Mein Motto: Mach! Tu! Schieb’s nicht auf!
Was unsere Mamas gemacht und geschafft haben, ist sehr beeindruckend. Es ist aber schade, dass wir nie wirklich Danke gesagt haben, dass wir erst mit Mitte 20 verstehen, dass unsere Mamas nie ein Role Model hatten.
Wenn man einfach durch die Gegend tollt oder sich aneinanderschmiegt und langsam einschlummert, hat der Geist keine Gelegenheit, zu meinen, dass der eine mehr Rechte hätte als die andere oder umgekehrt.
Die Qualität unserer Freude und unseres Wohlbefindens, was manche nach Aristoteles „Eudaimonie“ nennen, hängt davon ab, wie gut wir uns selbst kennen und wie wohl wir uns mit diesem Wissen fühlen. Dieses Wissen beinhaltet, um das Geheimnis des Nicht-Wissens zu wissen. Es ist im Grunde völlig jenseits des Denkens und führt uns in die zeitlose Erfahrung des gegenwärtigen Moments.
Wenn wir beginnen, Ausschau nach Freude in uns und um uns herum zu halten, werden wir sehen, dass die Möglichkeiten unendlich sind.
Wir können Wertschätzung und Freude durch unsere bewusste Absicht und die wiederholte, geduldige Auseinandersetzung mit dem Thema kultivieren und verstärken.
Ohne Freude geht es nicht. Freude macht etwas mit uns, was uns gesund erhält, ganz besonders dann, wenn uns das Leben stolpern lässt. Freude ist wie eine gute Mahlzeit: nährend und notwendig.
Wenn wir Freude und Ekstase auf einem Kontinuum von positiven Zuständen sehen, dann könnte man sagen, dass Freude das Selbst erweitert, während Ekstase das Selbst verliert. All das ist Teil unseres enormen menschlichen Potenzials.
Uns bewusst zu werden und auszudrücken, wofür wir dankbar sind, lässt uns erkennen, wie reich wir vom Leben beschenkt und von der Evolution ausgestattet sind für unser jetziges Leben.
Lachen ist wie eine Ausatmungsübung im Yoga. Wenn man ein bisschen länger lacht, atmet man auch länger aus und wird die ganze Restluft in der Lunge los.
Lachen ist eine dynamische Meditation. Wenn man lacht, denkt man nicht nach, und wenn der Geist entspannt ist, kann man viel besser meditieren. Deshalb ist folgende Reihenfolge optimal: Erst lachen, dann meditieren. Lachen wird deine Stille vertiefen. Und Stille wird dein Lachen vertiefen.
Nicht nur die spektakulären Taten, auch die kleinen Dinge können wir mit viel Herzblut erledigen. Seine Zutaten sind Liebe, Verantwortung, Engagement und Willenskraft.
Humor ist eine Lebenskunst. Er bedeutet, spielerisch ans Leben heranzugehen und sich selbst und die eigenen Ansprüche nicht immer so ernst zu nehmen, sondern sich klarzumachen: Das Ziel des Lebens ist nicht, dass sich jeder Wunsch erfüllt.
Nur wenn wir positiv in die Zukunft blicken und uns für etwas begeistern, uns etwas vorstellen, worauf wir hinarbeiten möchten, entwickelt das in uns auch den Antrieb, in diese Richtung zu gehen.
Klassische Musik ist eine Form nonverbaler Kommunikation. Sie kann uns in eine andere Welt entführen, unsere Stimmung augenblicklich ändern.
Kummer und Sorgen wohnten bei mir, tage-, wochen-, monate-, jahrelang. Aber eines Nachts fand ich mein wirkliches Selbst. Und ich sang und tanzte nächtelang. Da wurden Kummer und Sorgen erst so richtig gemein. Sie standen in der Tür und drohten mir: „Wenn du so weitermachst, dann gehen wir!
Lass das Schöne, das du liebst, das sein, was du tust.
Leo Tolstoi meinte, das Glück hinge nicht von den äußeren Dingen ab, sondern von der Art, wie wir sie sähen.
Alle Formen von Glück sind auf Ihre Weise "richtig", keine besser oder schlechter
Glück fängt bei jedem selbst an, es ist weniger zufällig – der Zufall wird allgemein in diesem Kontext überschätzt.
Es gibt eine lange spirituelle Tradition, die Dankbarkeit als Erleuchtungsweg vorschlägt, weil sie einen in die Präsenz, ins Herz und in die Akzeptanz dessen führt, was ist.
Lachen an sich ist eine Befreiung von Druck. Wenn wir beide über die gleiche Sache lachen, haben wir uns beide befreit.
Denken Sie positiv. Denn die Gedanken drücken sich im Körper aus. Haben Sie keine Angst, die Arme zu öffnen. Die Handflächen zu zeigen, ist immer positiv. Ein Handrücken kann weder nehmen noch geben.
Wenn unsere Glückszustände hauptsächlich durch Vergleiche zustande kommen und darauf beruhen, dass sie uns ein Überlegenheitsgefühl sichern, dann könnten sie sich schon bald erschöpfen.
Für mich hat Glück viel mit Genügsamkeit zu tun, mit der Fähigkeit, sich an sich selbst zu erfreuen, sich in einem Gespräch zu erfrischen und offen für Zufälle und Überraschungen zu sein.
Nichts ist gerade kostbarer als der Glaube an uns Menschen, nichts wertvoller als Dankbarkeit für das, was ist.
Ein Leben und damit auch eine Freude am Leben zu haben, bedeutet, die Hand, die das Leben beständig nach uns ausstreckt, ergreifen zu können, sich auszudrücken und sich einzulassen und dabei das eigene Dasein zu verantworten.
Es ist schwierig, in der Natur präsent zu sein und nicht im Herzen berührt zu werden und Wertschätzung, Dankbarkeit und Liebe … zu fühlen. Wenn wir präsent sind, ist die Natur wie ein Buch voller Weisheitslehren. Und ein Buch über Liebe, weil wir uns einfach verlieben. Es ist schwierig, in der Natur präsent zu sein und nicht im Herzen berührt zu werden und Wertschätzung, Dankbarkeit und Liebe – auch Liebe von der Erde – zu fühlen.
Ich wäre dumm, nicht glücklich zu sein.
Muße ist, wenn man ganz ohne Ziel und Zweck die Seele baumeln lässt.
So entsteht Dankbarkeit für das Leben, das immer wieder zur Entwicklung auffordert und uns mit so viel Wertvollem beschenkt: mit Menschen, die bereit sind, an unserer Seite zu gehen, wenn wir sie lassen, mit einem Sonnenaufgang oder einem guten Essen …
Das Leben ist zu kurz, um es mit langweiligen Dingen zu verplempern.
Neugier, Interesse und Begeisterungsfähigkeit sind der größte Jungbrunnen. Unsere Begeisterung ist das einzige Zeichen, wodurch unser Gehirn weiß, ob es den Auslöser ins Langzeit- oder ins Kurzzeitgedächtnis packen soll.
Liebe den ersten Tag vom Rest deines Lebens!
Folge deinen Träumen und tu’s mit leuchtenden Augen, ohne dich umzublicken oder danach zu schielen, was andere tun.
Keiner von uns kommt hierlebend raus. Also hört auf,euch wie Menschen zweiter Wahl zu behandeln. Esst leckeres Essen. Spaziert im Sonnenschein. Springt ins Meer. Sagt die Wahrheit und tragt euer Herz auf der Zunge wie einen Schatz. Seid albern. Seid freundlich. Seid komisch. Für nichts anderes ist Zeit.
Wir alle brauchen mehr Raum, um unsere Kreativität und Sinnesfreude ausleben zu können. Herz und Gehirn wollen die Welt mit den Händen be-greifen!
Ich darf um die Welt weinen, und trotzdem muss ich das nicht alles auf meinen Schultern tragen, ich habe das Recht, Glück zu empfinden und danach zu streben.
Wie das Sprichwort sagt: Nicht nur dem Leben Tage hinzufügen, sondern den Tagen Leben.
Alles hat seine ureigene Schönheit, aber nicht jeder bemerkt sie.
Das Schöne ist unverlierbar. Und es wartet immer genau dort, wo wir gerade sind. Denn das, was wir Schönheit nennen, ist immer schon Teamwork: das, was ist, und unser Blick, der es erkennt. Dabei ist, was uns wahrhaftig schön erscheint, immer auch unschön – oder zumindest fragwürdig.
Beim gemeinsamen Singen synchronisiert sich nicht nur der Atem, sondern auch der Puls. Ich behaupte, dass in dem Moment, in dem in einem Konzert der Funke überspringt, der Pulsschlag des Publikums ebenfalls gleich ist und die Zuhörer Teil der Gemeinschaft werden. Wahrscheinlich ist es das, was die Leute so berührt. Musik als buchstäblicher Herzensöffner.
Bei einer Chorprobe bin ich nicht im Alltag, sondern ganz raus aus meinen Sorgen – und empfinde schlicht Wohlbefinden, und zwar in Gemeinschaft.
Schön ist, was uns gefällt.“ Schönheit hat oft wenig damit zu tun, wie die Dinge tatsächlich beschaffen sind, und mehr damit, was wir mit ihnen verbinden.
Schönheit hat etwas mit Emotionen zu tun. Wir haben noch nicht genügend Wörter, um das adäquat zu versprachlichen. Aber man kann es versuchen. Etwa mit den folgenden drei Wörtern: Schönheit ist Harmonie – Harmonie im Miteinander, Harmonie in den Dingen, Harmonie in den Gebäuden.
Der menschliche Geist sucht unbewusst ein Gegengewicht zu den vielen negativen Informationen, die auf ihn einprasseln. Und dieses Gegengewicht ist Schönheit. Deswegen müssen wir sie zelebrieren – im Umgang miteinander und in unserem Umfeld.
Ich glaube, dass die Welt wunderbar ist. Wenn man sie wirklich ansieht, ist sie ein aufregender Ort, aber die meisten Menschen tun das nicht besonders intensiv. Sie schauen nur auf den Boden vor ihren Füßen, um nicht zu stolpern. Ich habe mein ganzes Leben damit verbracht, Dinge wirklich anzusehen. Es ist eine der größten Freuden, die man haben kann. Die Kunst hat die Aufgabe, uns genau dieses Sehen zu lehren und uns die Augen für die Pracht der Welt zu öffnen. Wenn man aufmerksam hinsieht, wird alles – selbst die einfachsten Dinge – unendlich interessant.
Letztlich geht es darum, es zu tun. Es einfach zu machen. Was soll schon passieren?
Ganz tief in mir bin ich dafür dankbar, dass mich diese Erfahrung bis heute trägt. Ich weiß, was mein Weg ist und welche Haltung und Werte mich leiten. Dieses innere Wissen gibt mir Klarheit und Orientierung und hat mich auch dazu geführt, moment by moment zu gründen.
Ich empfinde es als großes Privileg, mich jeden Tag mit diesen Themen beschäftigen zu dürfen. Sie prägen mich, verleihen meinem Tun Bedeutung, und ich kann das, was ich selbst erfahren habe, als Sinn meines Lebens wahrnehmen. Ich glaube, darin liegt eine große Chance: unser Zusammenleben menschlicher zu gestalten und Frieden zu fördern.
Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe.
Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.
Für mich wird jeder Traum automatisch zum Ziel. Wer, wenn nicht ich, sollte denn dafür sorgen, dass er sich erfüllt?
Die Freude ist in jedem Augenblick bereits vorhanden – wir müssen nur aufhören, sie zu verdecken.
Dankbar sein ist so einfach wie lächeln.“ Der Satz funktioniert wie ein Schalter, der, umgelegt, das, was immer schon da ist, ins Licht rückt.
Dankbarkeit stärkt unser Vertrauen in das Leben, denn sie selbst ist Ausdruck des Vertrauens darin, dass alles Beziehung, dass alles Geschenk ist: das, was wir empfangen, und das, was wir geben.
Mit Optimismus an die Welt heranzugehen und eher nach dem Guten im Menschen zu suchen als nach dem Schlechten, hat sich als unglaublich hilfreich erwiesen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Freude und Glück?
Glück im alltäglichen Sinn hängt an Umständen: an einem Ereignis, einem Erfolg, einem schönen Tag. Freude wird in mehreren dieser Zitate als unabhängiger davon beschrieben: als etwas, das bereits vorhanden ist und das wir vor allem verdecken.
Lässt sich Dankbarkeit üben?
Ja. Die hier zitierten Fachleute beschreiben sie als Praxis, nicht als Gefühl, das sich einstellt. „Dankbar sein ist so einfach wie lächeln”, heißt es in einem der Zitate. Der Satz funktioniere wie ein Schalter, der ins Licht rückt, was ohnehin da ist.
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