Selbstfürsorge hat einen schlechten Ruf, sobald sie mit Wellness verwechselt wird. Tatsächlich fängt sie an einer unbequemeren Stelle an: bei der Fähigkeit, Nein zu sagen. „Es ist gefährlich, wenn man nicht Nein sagen kann. Und ich glaube auch, wenn man nicht Nein sagen kann, kann man auch nicht zielgerichtet Ja sagen.” Dieser Satz steht weiter unten, und er beschreibt den Kern besser als jede Badewanne.
Hier finden Sie 106 Zitate zu Selbstliebe, Selbstmitgefühl und Selbstfürsorge aus moment by moment. Sie handeln von Grenzen und Pausen, von Scham und Selbstkritik, von der Frage „Was brauche ich?”, und davon, wie man freundlich mit sich umgeht, ohne sich etwas vorzumachen.
Selbstliebe ist keine Nabelschau
Der häufigste Einwand gegen Selbstmitgefühl lautet, es mache weich und selbstbezogen. Die Forschung zeigt das Gegenteil: Menschen, die freundlich mit den eigenen Fehlern umgehen, vermeiden weniger, geben eher zu, wenn etwas schiefgelaufen ist, und erholen sich schneller von Rückschlägen. Selbstkritik ist kein Antrieb, sondern meistens die Stimme der Scham, und Scham lähmt.
Ein wiederkehrendes Motiv in diesen Zitaten ist die Unterscheidung zwischen Schuld und Scham: Schuld sagt, ich habe einen Fehler gemacht. Scham sagt, ich bin ein Fehler. Der Unterschied klingt klein und entscheidet darüber, ob aus einem Missgeschick etwas zu lernen ist oder ein weiterer Beweis für die eigene Unzulänglichkeit.
Wenn Sie nach Sätzen suchen, die eher tragen als anleiten, sehen Sie sich auch die Zitate über innere Kraft an.
106 Zitate über Selbstliebe und Selbstfürsorge
Der Schlaf ist ein Partner, und wie in jeder guten Partnerschaft erwartet er Rücksichtnahme. Er möchte nicht in irgendein Korsett gestanzt, sondern respektiert und angenommen werden.
Kreativität braucht Pausen, Zeit und viel Energie. Das ganze Leben ist Vorbereitung dafür.
Wir alle haben einen solchen Kompass – ein inneres Gefühl der Stimmigkeit, wenn wir mit uns und mit unserer Essenz im Einklang sind.
Der Schlaf, dem wir uns nicht entziehen können, ist für den gesamten Organismus eine regelmäßige Regenerationsphase, in der Körper und Gehirn buchstäblich „gewartet“ und alle Strukturen bis hinab auf die Molekularebene repariert werden.
Wer allein ist, muss nicht einsam sein. Alleinsein kann, besonders wenn es selbst gewählt ist und jederzeit beendet werden kann, auch positive Wirkungen haben. Beispielsweise kann es uns helfen, unsere Gefühle zu regulieren und zu mehr emotionaler Stabilität zu kommen.
Viele Frauen stellen sich in den Wechseljahren die Frage: „Lebe ich das Leben, das ich leben will?“ Die wichtigste Frage aber ist: „Wie komme ich gut durch diese Zeit?
So wie unser Körper gegen Krankheiten wie Tetanus und Polio mit Impfungen geschützt wird, können wir auch unser psychologisches Immunsystem stärken.
Selbstmitgefühl ist der Weg zur inneren Kraft und zum Selbstvertrauen, was tiefere Verbundenheit auf Augenhöhe ohne Abhängigkeit schafft.
Erfolg allein ist kein Garant für ein stabiles Selbstvertrauen. In Bezug auf das Impostor-Phänomen wäre die Erfahrung, Fehler machen zu dürfen, sogar heilsamer.
Es ist nicht wichtig, dass wir einen gestrichenen Gartenzaun, einen aufgeräumten Dachboden und ein Drei-Gänge-Menü für die Schwiegermutter haben. Wir sollten uns fragen: Was ist jetzt wesentlich?
Ist es wirklich nötig, was da alles auf der To-do-Liste steht? Können wir Ansprüche sein lassen? Zum Beispiel, dass man sich sagt: Das Kind wird auch eine schöne Kindheit haben, wenn ich zur Einschulung keine Tüte bastele?
Mit einem falschen Ja laufen wir der Hoffnung hinterher, anerkannt und geliebt zu werden. Dadurch verleugnen wir jedoch uns selbst und unsere Bedürfnisse und sind im Innersten zutiefst verunsichert.
Erst in der „Kraft zum Alleinsein“, dem Vermögen, „Vereinzelung zu ertragen“, und „der Lebenskunst, Einsamkeit positiv zu erfahren“ entsteht für Odo Marquard die Möglichkeit, sich selbst und anderen Menschen wirklich zu begegnen.
Wir sind immer unausweichlich allein und zugleich unausweichlich mit anderen. Hier gilt es, eine gute Balance zu finden, um uns weder in dem einen noch in dem anderen zu verlieren.
Neuere Forschungen gehen davon aus, dass wir zu rund 40 Prozent selbst für unser Wohlergehen Verantwortung tragen. Die notwendigen Ressourcen, um ein gesundes und zufriedenes Leben zu führen, sind also bereits vorhanden.
Du kannst ruhig felsenfest davon überzeugt sein, dass es auf der ganzen Welt niemanden gibt, der sich selbst so sehr hasst wie du dich. Das alles ist ein guter Ausgangspunkt. Genau da, wo du bist, ist dein Ausgangspunkt.
Es gibt etwas, das Sterbende sehr bedauern: Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mir im Leben selbst treu zu bleiben, anstatt das Leben zu führen, das andere von mir erwartet haben.
Sich selbst treu zu sein, setzt voraus, sich selbst sehr gut zu kennen. Ich habe lange mit meiner Homosexualität und dem Druck, ein buddhistischer Mönch sein zu sollen, gekämpft, weil ich nicht wusste, wer ich war und was Buddhismus eigentlich ist.
Die Praxis besteht nicht darin, etwas Neues in sich zu schaffen, denn die essenzielle Liebe haben wir von Geburt an – sie ist unser Geburtsrecht. Wir sind nur davon abgekoppelt.
Du musst nicht länger all den Müll in dich hineinstopfen, um die Leere zu füllen. Das wäre auch gut für die Umwelt und vieles andere. Du fühlst dich in Ordnung innerhalb all dessen, was nicht in Ordnung ist. Der wichtigste Punkt ist, zu erkennen, dass das Leben Höhen und Tiefen hat.
Es ist wichtig, dass du dich mit dem Fühlen verbindest, nicht nur kognitiv beobachtest und überprüfst. Dann bist du im Kopf. Die Essenzliebe ist im Herzen, sie ist im Gefühl.
Authentisch zu sein, könnte bedeuten, angesichts der „flüchtigen Moderne“ die „Stimme des Herzens“ zu pflegen und achtsam auf sie zu lauschen.
Hinterfragt eure Gedanken, steht zu euren Emotionen, versteht, warum ihr seid, wie ihr seid. Dann könnt ihr etwas ändern, statt darauf zu warten, dass es irgendwann gut passt.
Der bewusst geführte Dialog mit dem eigenen Inneren fördert auch die Dialogfähigkeit im Außen.
Es ist gefährlich, wenn man nicht Nein sagen kann. Und ich glaube auch, wenn man nicht Nein sagen kann, kann man auch nicht zielgerichtet Ja sagen. Also: Das will ich nicht, sondern ich will das!
Ich dachte, ich hätte keine Wahl. Bis ich begriff, dass ich jeden Tag entscheide, wer ich bin. Ich kann nicht ändern, was ich getan habe. Aber ich kann ändern, wer ich jetzt bin.
Freiheit hängt in hohem Maße davon ab, wie gut du dich selbst kennst, denn um frei zu sein, musst du dich selbst besser kennen als die, die versuchen, dich zu manipulieren.
Man kommt nirgends an, außer bei sich selbst.
Um uns weiterzuentwickeln und zu wachsen, müssen wir lernen, wie wir unsere inneren Kräfte gebrauchen und ausbilden können.
Wenn dein Mitgefühl dich selbst nicht einschließt, ist es unvollständig.
Jeder Mensch ist einzigartig, und jeder von uns muss letztlich den eigenen Weg finden, um angesichts der Schwierigkeiten, Widrigkeiten und Herausforderungen, die früher oder später auf uns alle zukommen, dennoch ein gutes Leben zu führen.
Ich bin mir sicher, dass all die natürlichen Gaben, die wir brauchen, um dieses innere Abenteuer zu bestehen, längst zu Ihrem Repertoire als menschliches Wesen gehören.
Ich habe Monate allein auf Retreats verbracht. Und ich würde nicht sagen, dass ich mich in diesen Zeiten sehr allein gefühlt habe, jedenfalls nicht einsam. Wenn ich zurückblicke, waren einsame Momente für mich eher Momente des Getrenntseins, weniger, dass ich wirklich allein war.
Wenn wir bei uns selbst ankommen, fühlt sich das an wie Zugehörigkeit; es ist ein Zustand, der uns sicher hält und uns befähigt, andere zu halten.
Gesunde Selbstliebe setzt eine wertschätzende Selbstannahme von all unseren Schwächen und Stärken voraus. Diese lässt uns dann mit Wertschätzung in Beziehung mit anderen sein.
Empfinde ich Wertschätzung für meinen Körper, dafür, was er leistet, dafür, wie er aussieht? Kümmere ich mich um ihn mit Achtung und Fürsorge? Weiß ich, was er braucht und was ihn gesund hält?
Ich habe gelernt, dass sich mit wachsender Selbstliebe der Drang entspannt, anders und besser sein zu müssen. Eigenschaften, die ich früher fragwürdig an mir fand, dürfen nun einfach da sein.
Freundlich mit mir selbst zu sein und mir menschliche Schwächen zu erlauben, verringert die Wahrscheinlichkeit, dass ich aus Angst vor einem Fehler gar nicht erst anfange.
Oberflächlich gesehen ist Prokrastination völlig sinnlos. Warum sollte ich mit etwas bis zur letzten Minute warten, um dann unnötig gestresst zu sein und am Ende etwas zu produzieren, was mit mehr Zeit wahrscheinlich besser geworden wäre?
Wenn ich es schaffe, die Hand auf die Brust zu legen und irgendwo in meinem Gehirn zu sagen: „Boah, ist das hart jetzt“, bringe ich eine neue Qualität rein, die mir erlaubt, aus der Identifikation mit dem Schmerz hinauszutreten und in dieses Feld von Schmerz zu fühlen, das Teil unseres Menschseins ist.
Erlauben wir uns ein bisschen Respekt und Mitgefühl dafür, dass sogar scheinbar banale Dinge manchmal wirklich schwer auszuhalten sind.
Das Verblüffende: Der Feind im eigenen Kopf kann sich als Beschützer herausstellen.
Welche Aspekte deines Erlebens entstehen durch übernommene Erwartungen? Und welche Aspekte entstehen im unmittelbaren Erleben deines Lebens, so wie es ist? In anderen Worten: Wie viel ist nur diese Dissonanz, dass es anders ist, als du gelernt hast, dass es sein sollte?
Dass es für uns so schwierig ist, uns selbst zu schätzen, hat vermutlich auch mit fehlendem Vertrauen zu anderen und ins Große Ganze zu tun.
Es liegt etwas wunderbar Wagemutiges und Befreiendes darin, zu unserem ganzen unperfekten, chaotischen Leben Ja zu sagen.
Es ist ein richtiges Training, Selbstmitgefühl zu kultivieren. Es erfordert tägliche Übung. Wir müssen uns der Momente bewusst werden, in denen wir in der Selbstverurteilung gefangen sind.
Vom Herzen für mich einstehen heißt, ich bin wie ich bin, und es ist gut so. Ich bin wie ich bin, und ich kann mich verändern. Ich bin, wie ich bin, und ich mache mich auf den Weg. Ich bin, wie ich bin, weil ich so geworden bin – da stecken ganz viele Sätze drin.
Sich mit sich selbst wohlwollend zu beschäftigen, ist eben keine Nabelschau, sondern ein Sichöffnen für das große Ganze. Für die Menschheit, für den Menschen neben mir und für die Natur.
Wenn ich in einem globalen Projekt arbeite, wo rund um die Uhr E-Mails kommen, schalte ich mein Handy von abends zehn Uhr bis morgens acht aus. Das tut mir richtig gut. Man sollte wieder seine eigenen Signale deutlich spüren. Wo setze ich Grenzen, was fühlt sich für mich richtig an? Wo wird es zu viel? Diesen inneren Muskel gilt es zu trainieren, um mit sich in Verbindung zu stehen.
Keine Angst vor Fehlern – es gibt keine
Fehler sind die Essenz jeder lebendigen Handlung. Man wird durch sie raffinierter, klarer und interessanter in allem, was man tut.
Ein paar Stunden lang nichts zu tun, bedeutet, ins ganz, ganz tiefe Wasser rauszuschwimmen.
Es ist zweifelsfrei so, dass wir viele gesundheitliche Probleme selbst verhindern oder erleichtern können. Zum Beispiel, indem wir mehr schlafen, gesünder essen, uns mehr bewegen, Einsamkeit lindern und ein unterstützendes soziales Netzwerk schaffen.
Es war noch nie so wichtig, die Botschaft zu verbreiten, dass Wohlbefinden tatsächlich gelernt werden kann.
Unsere Freiheit besteht nicht darin, völlig unabhängig zu entscheiden, sondern darin, bewusst wahrzunehmen, was in uns passiert – und darauf Einfluss zu nehmen.
Das Gehirn braucht Erholungsphasen, um sich zu regenerieren. Menschen, die regelmäßig Pausen einlegen, schneiden in Gedächtnistests oft besser ab als diejenigen, die durchgehend arbeiten.
Hier wie in anderen Fällen ist Kontakt nötig: zu sich selbst, zu den Feinden, den inneren und den äußeren, sowie zu den Freunden und Freundinnen, die Helfer sind. Es geht darum, mit den Widerständen Kontakt aufzunehmen; mit dem, was war, und mit dem, was heute, jetzt, ist.
Menschen, die sich ihrer Verletzlichkeit stellen und größere Risiken eingehen, werden mit positiven Gefühlen belohnt.
Was brauche ich? Einfach nur diese Frage zu stellen, ist eine sehr wirkungsvolle Selbstmitgefühlsübung.
Wenn ich zu mir sage: „Ich bin freundlich zu mir selbst“, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass ich mich daran erinnere, in welcher Weise ich nicht freundlich zu mir war. Wenn ich sage: „Ich akzeptiere mich, so wie ich bin“, werde ich die inakzeptablen Seiten in mir entdecken. Das ist das Phänomen des „inneren Rückschlags“. Es bedeutet: Liebe offenbart alles, was nicht Liebe ist.
Die Chance des Selbstmitgefühls besteht darin, dass wir uns selbst etwas auf eine Art geben können, als wäre es eine gemeinschaftliche Erfahrung, die zu einem stabileren Selbstempfinden führt. Besser: Die Chance des Selbstmitgefühls besteht darin, dass wir uns selbst etwas so geben können, als wäre es eine gemeinschaftliche Erfahrung, die zu einem stabileren Selbstempfinden führt.
Scham lässt sich am besten im Vergleich zu Schuld verstehen. Schuld bedeutet, dass ich einen Fehler gemacht habe; Scham bedeutet, dass ich ein Fehler bin. Sie greift also immer das Selbst an.
Wenn ich mich selbst kritisiere, ist das die Stimme der Scham. Wenn ich dann anfange, Selbstmitgefühl zu üben und zu lernen, freundlich mit mir selbst zu reden, tut das gut. Es verringert die Selbstkritik, weil wir genau das Gegenteil tun.
Ich habe zehn Jahre der Selbstmitgefühlspraxis benötigt, bis ich erkannt habe, dass die Scham aus meiner Kindheit mein grundlegendes Problem war.
Gestalten Sie Minipausen möglichst abwechslungsreich und kreativ, probieren Sie immer mal wieder etwas Neues aus, behalten Sie das bei, was Ihnen guttut, und lassen Sie es zu einer Routine werden.
Minipausen sind für mich „Minuten der Achtsamkeit“. Und ich baue sie bewusst in meinen Alltag ein.
Weil mit Empowerment naturgemäß die Fähigkeit einhergeht, seine Bedürfnisse, Wünsche und Einstellungen besser zu kennen sowie sich selbst mehr zu vertrauen, kann es natürlich auch zur Veränderung von etablierten Verhaltensweisen kommen, die nicht vorhersehbar sind.
Auf jedem Pfad gibt es Fallgruben. Wenn Sie aus Angst davor, eine Möglichkeit zu ergreifen, in Ihrem Käfig verharren, berauben Sie sich selbst dieser Möglichkeit.
Es wird immer schwerer, Menschen zu manipulieren oder einzuschüchtern, wenn sie innere Stärken, vor allem ein zunehmendes Gefühl von Zufriedenheit, Frieden und Liebe entwickeln.
Solange wir leben und atmen, sind wir unfertig – und das ist völlig in Ordnung. Perfektion ist ein Mythos.
Die wertvollste Hilfe kommt von innen, und der Frieden tritt ein, wenn wir individuell daran arbeiten, unser besseres Selbst zu werden.
Selbstwirksamkeit ist eine Erfahrung, die durch Handeln entsteht: durch die Erkenntnis, dass ich meinem Leben eine Richtung geben kann.
Je mehr Verletzungen die Essenz hat, umso dicker ist die Schutzschicht. Je dicker die Schutzschicht, umso stärker steuert sie das Verhalten im Alltag.
Die Identität, das eigene Selbstgefühl, ist nicht nur ein inneres Bild und ein Gefühl. Sie spiegelt sich immer auch im Verhalten wider.
Die ersten beiden Formen der Aggression ermöglichen es uns, uns zu entwickeln, neue Erfahrungen zu machen, aus unserer Komfortzone zu gehen und gut für uns und andere zu sorgen. Besser: Die ersten beiden Formen der Aggression – hingehen, wo wir hinwollen, und weggehen, wo es schlecht ist – ermöglichen es uns, uns zu entwickeln, neue Erfahrungen zu machen, aus unserer Komfortzone zu gehen und gut für uns und andere zu sorgen.
Wird gesunde Aggression immer wieder verhindert und unterdrückt, führt sie bald ein Schattendasein im inneren Keller. Und wirkt wie ein Vulkan, in dem sich mehr und mehr Druck aufbaut. Wenn er ausbricht, kommt es zu destruktiver Gewalt.
Echte Empathie für das äußere Kind wird oft erst möglich, wenn eine wirkliche Beziehung zum inneren Kind hergestellt worden ist.
Nur weil wir eine Emotion fühlen, heißt das nicht, dass wir sie auch ausdrücken. Und ich denke, es ist wichtig, nicht nur zu wissen, was man fühlt, sondern auch, warum man es fühlt und was es in einem auslöst. Und wenn man weiß, wo man die Emotion im Körper spürt, kann man sofort eingreifen.
Wenn wir unsere eigenen Grenzen spüren, gehen wir nicht so leicht über die Grenzen anderer. Es ist also eine Voraussetzung dafür, auch mit anderen gut umzugehen.
Es ist vielmehr ein Weg, der sich fortwährend ändernden Landschaft, die wir sind, mit Wohlwollen und Akzeptanz zu begegnen – besonders, wenn wir versagen oder uns unzureichend fühlen.
Jeder Mensch hat ein Recht darauf, sich im eigenen Körper wohlzufühlen und anderen gegenüber Grenzen zu setzen.
Es geht nicht darum, unsere alten Muster so schnell wie möglich loszuwerden. Sie haben einen Mehrwert für unser Leben – sonst würden wir sie nicht aufrechterhalten. Aber was wir uns zurückerobern können, ist die innere Freiheit, zu wählen, wann wir welchen Fahrplan nutzen.
Wir brauchen das Wissen, wie wir uns selbst regulieren können. Um genau das an die erste Stelle zu setzen, sobald wir an unseren Kippmoment kommen.
Eines der zentralsten Tools, um uns mit der gesunden Erwachsenen zu verbinden, ist Achtsamkeit. Denn die gesunde Erwachsene ist im Hier und Jetzt. Sie ist die Instanz in dir, die wirklich da ist.
Wir haben bereits alles in uns, um mit den Herausforderungen des Lebens umgehen zu können. Oft ist es nur verschüttet und braucht Ermutigung, Bewusstheit und Übung.
Aus psychologischer Sicht kann man innere Freiheit als einen Zustand verstehen, in dem wir Gedanken, Gefühle und Handlungen unabhängig von inneren Einschränkungen steuern können, sodass sie im Einklang mit unseren Werten sind.
Die Zeit wird kommen, wenn du dich, angekommen vor deiner eigenen Tür, deinem eigenen Spiegel, in Hochstimmung begrüßt, ihr beide auf den Gruß des anderen mit einem Lächeln antwortet und sagt: Setz dich. Iss. Du wirst den Fremden wieder lieben, der dein Selbst war. Gib Wein. Gib Brot. Gib dein Herz sich selbst zurück, dem Fremden, der dich dein ganzes Leben lang geliebt hat, den du für einen andren übergangen hast, der dich in- und auswendig kennt. Nimm die Liebesbriefe vom Bücherregal, die Fotografien, die verzweifelten Notizen, zieh dein Abbild vom Spiegel ab. Setz dich. Tu dich gütlich an deinem Leben.
Die Verantwortung für das eigene Leben, das eigene Glück zu übernehmen, macht so unglaublich frei.
Man kann das auf drei Sätze reduzieren: Ich weiß, wer ich bin, ich weiß, was ich bin, und ich weiß, wie ich wirke – damit meine ich nicht, wie ich mich anderen möglichst attraktiv zeige, sondern meine Wirkung, meinen Impact. Besser: Was ein junger Mensch, der die Schule beendet hat, sagen können sollte, kann man auf drei Sätze reduzieren: Ich weiß, wer ich bin, ich weiß, was ich bin, und ich weiß, wie ich wirke – damit meine ich nicht, wie ich mich anderen möglichst attraktiv zeige, sondern meine Wirkung, meinen Impact.
In Kontakt mit dem eigenen Körper zu sein, über den Körper Grenzen wahrzunehmen und die eigenen Bedürfnisse zu erkennen, ist das Fundament, auf dem alle anderen Ressourcen ruhen.
Ich behaupte, dass wir zehn Eigenschaften haben, eine negative und neun positive. Normalerweise sehen wir nur die eine negative und ignorieren die neun positiven. Nicht nur das, wir bauschen die eine negative Eigenschaft auch noch auf. Wenn also jeder jeden kritisiert und versucht, die Welt zu verändern, dann gerät sie ins Chaos.
Und eine Stimme wird aus der Stille kommen und diese Worte sprechen: Liebe dein Leben. Aus ihrem tiefen Drängen heraus wirst du die altvertraute Liste loslassen von allem, was du zuerst für notwendig hieltst. Beginne hier, frei, an diesem schlammigen Ort. Es spielt keine Rolle, ob du zerbrochen bist, zerlumpt oder mit leeren Händen dastehst. Geh nun hinaus in den Tag: In die offenen Felder, auf die Märkte, auf den langen Weg zum Meer. Finde all die Wege, wie ein Liebender den Geliebten liebt: jede verborgene Blüte, unausgesprochene Wunde, Laune des Herzens. Werde eine mutige und willige Reisende in einem wilden, vergessenen Terrain – Ein Reich zarter, inniger Verbindung, voll unendlicher Geheimnisse und losgelöster Freude. Jetzt, da du dich in dieser Welt bewegst, weißt du: Liebe ist das größte Glück. Doch du wirst es nicht anhäufen, du bist es.
Go easy but go.“ Du musst keinen Marathon laufen, du kannst im Parkspazieren gehen. Veränderungen sind oft das Resultat von kleinen, sich ergänzenden Schritten. Es ist wichtig, dranzubleiben. Für mich hat der Zeitfokus alles verändert, weil ich ja nie weiß, wie lange es noch geht.
Die Frage ist nicht, ob die Ressourcen zur Selbstheilung vorhanden sind, sondern wie wir Zugang zu ihnen finden und sie aktivieren können.
Schlaf und das freundliche Miteinander mit anderen Menschen sind wissenschaftlich gesehen die zwei wichtigsten Faktoren für die Erholung unseres Gehirns.
Uns zu bewegen, tut dem Körper jetzt und auf Dauer gut, gut zu schlafen und weniger gestresst zu sein, ebenso. Aber wir müssen selbst nachhelfen. Achtsamkeit und Selbstmitgefühl sind hierbei die besten Verbündeten.
Wenn wir sagen, wahre Schönheit komme von innen, meinen wir genau das: Die betreffende Person ist mit sich selbst und ihrer Umgebung in Einklang, strahlt das auch aus und inspiriert uns mit ihrer Art, in der Welt zu sein.
Genau hier liegt für mich der entscheidende Punkt: in der eigenen Handlungsfähigkeit, in der eigenen Initiative. Die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen und wirksam zu werden – ist zentral. Und dafür braucht es Räume, in denen Menschen sich genau diese Fragen stellen können.
Darin sind sich alle Forscher einig: Aufschieben allein ist nicht das Problem. Schwierigkeiten entstehen erst dann, wenn die Kosten dafür zu hoch sind.
Ich glaube, in mir gibt es eine Stimme, die immer wieder fragt: „Ist es stimmig? Wie fühlt es sich an? Ist es wirklich stimmig? Und wenn ja – warum? Oder: Warum nicht?
Den eigenen Platz einzunehmen und inneren Frieden mit dem zu finden, was man tut und wie man es tut – und was man nicht tut und vielleicht auch manchmal nicht gut macht –, das war für mich ein langer und schwieriger Lernprozess und ist es bis heute. Allerdings habe ich mittlerweile meinen Platz eingenommen.
Wer bei sich ist, muss gar nicht wissen, wie schnell oder langsam die anderen unterwegs sind, sondern konzentriert sich auf die eigene Zeit, den eigenen Lauf. Das eigene Ziel, die eigenen Träume.
Vertraue dir selbst. Vertraue darauf, dass du dazugehörst. Und dann such dir Menschen, die das Gesündeste und Lebendigste in dir fördern. Wir alle brauchen einander. Es gibt Dinge, die wir nur durch Beziehungen lernen können.
Was wäre, wenn Menschen Fähigkeiten erlernen könnten, die ihnen helfen würden, aktiv an ihrer eigenen Heilung mitzuwirken? Nicht als Ersatz für die Medizin, sondern als Ergänzung dazu.
Wenn ich meiner Angst nicht mit Härte, sondern mit Freundlichkeit begegne, muss sie nicht größer werden, um gehört zu werden.
Wir beginnen das Leben zwar mit einem individuellen Mix aus potenziellen Stärken oder Schwächen, aber letztlich kommt es darauf an, was wir regelmäßig damit machen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Selbstliebe und Selbstmitgefühl?
Selbstliebe beschreibt eine Grundhaltung sich selbst gegenüber: eine wertschätzende Annahme der eigenen Stärken und Schwächen. Selbstmitgefühl ist konkreter: Es meint die Reaktion auf eigenes Leid, also das, was man in dem Moment tut, in dem es schwer wird. Selbstmitgefühl lässt sich üben, Selbstliebe wächst daraus.
Kann man Selbstfürsorge lernen?
Ja, und sie braucht Wiederholung. Mehrere der hier zitierten Fachleute beschreiben Selbstmitgefühl ausdrücklich als Training mit täglicher Übung, nicht als Einsicht, die man einmal hat.
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